Kirchen bleiben offen für Gebete

Coronavirus: Bischöfin Beate Hofmann empfiehlt, Gottesdienste abzusagen

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Dekanin Ulrike Laakmann informiert, dass die Kirchen des Kirchenkreises nach wie vor für das Gebet geöffnet sind, aber momentan keine Einladungen zu gottesdienstlichen Versammlungen ausgesprochen werden.

Die Bischöfin der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, empfiehlt allen Pfarrern im Umgang mit der aktuellen Situation mit Blick auf das Coronavirus, alle Gottesdienste und weitere kirchliche Veranstaltungen vorerst bis Ende April abzusagen.

Damit folgt die Bischöfin den aktuellen Empfehlungen der Bundesregierung und des Robert-Koch-Institutes, auf Sozialkontakte zu verzichten. „Im Augenblick ist dies jedoch kein Widerspruch zu gelebter Nächstenliebe, sondern ihr Ausdruck“, teilt Dr. Beate Hofmann mit.

Glocken zu Gebetszeiten läuten 

Die Kirchenräume sollen dennoch offengehalten und die Glocken auch zu den Gebetszeiten weiter geläutet werden. Ulrike Laakmann, Dekanin des Kirchenkreises Werra-Meißner, erklärt, dass diese Maßnahmen gerade dazu beitragen sollen, die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen, in diesem Falle ältere Menschen mit besonderen gesundheitlichen Risiken.

Dr. Beate HofmannBischöfin Kurhessen-Waldeck

„Auch wenn die Gottesdienste abgesagt sind, es wird zur Gebetszeit jemand vor Ort sein, falls doch jemand zum Gebet kommen möchte“, sagt Ulrike Laakmann. „In dem Fall, dass sich eine zu große Menge versammelt, werden dann vorsorglich die persönlichen Daten aufgenommen.“ Für die kirchliche Arbeit bedeute die derzeitige Situation, die Arbeitsformen, wo immer es möglich ist, an die aktuelle Lage anzupassen, teilt die Bischöfin mit. Deshalb werden über die Homepage ekkw.de und auf Facebook Hinweise auf online abrufbare Gottesdienste und digitale Gebetsformate zur Verfügung gestellt.

Videogottesdienst der Bischöfin 

Am kommenden Sonntag wird sich Bischöfin Dr. Hofmann in einem Videogottesdienst an die Gläubigen wenden. Dieser ist ab 9 Uhr auf der landeskirchlichen Homepage zu finden „Wir arbeiten daran, weitere geistliche Angebote über das Internet und per Telefonabruf zugänglich zu machen“, sagt Bischöfin Dr. Beate Hofmann.

Menschen, die zu Hause bleiben wollen oder müssen, sollen nicht von allen sozialen Kontakten abgeschnitten sein.

Konfirmationen, Taufen und Trauungen verschieben 

Die Bischöfin rät außerdem dazu, Konfirmationen und Jubiläumskonfirmationen auf den Sommer oder Herbst zu verschieben, ebenso Taufen und Trauungen. Tote zu bestatten sei ein Werk der Barmherzigkeit, deshalb sollen Trauerfeiern weiter durchgeführt werden.

Risiken reduzieren 

„Mit diesen Maßnahmen wollen wir dazu beitragen, Ansteckungsrisiken zu reduzieren und zugleich die Botschaft von der Liebe Gottes weiter zu sagen und Sorgenetze zu knüpfen“, so Bischöfin Dr. Beate Hofmann weiter. 

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