Appell: Spendet Blut!

Coronavirus: DRK passt seine Schutzmaßnahmen an

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Blutspenden sind vor allem für Menschen mit Tumorerkrankungen und solche, die sich in einer Chemotherapie- oder Strahlentherapie befinden, wichtig.

Eberhard Weck, Abteilungsleiter der Spenderbindung und Spendergewinnung des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen, hat gerade sehr viel zu tun. Er macht klar: „Wir brauchen Blutspenden dringend - aber dauerhaft.“

Nachdem die Meldung rausgegangen war, dass es im Zeichen der Corona-Pandemie zu einer sinkenden Bereitschaft zur Blutspende gekommen ist, zeigten sich viele Menschen sogleich solidarisch, berichtet Eberhard Weck. „Wir haben in den letzten Tagen viele Spender bekommen. Alle wollen helfen“, sagt er. „Man sieht, die Bevölkerung steht zusammen.“ Er sieht aber eine Gefahr, die ihn 30 Jahre Berufserfahrung gelehrt haben. Dass nach einer ersten Welle der Hilfsbereitschaft, diese schnell wieder abebben kann. Deshalb muss er nun daran arbeiten, die Motivation aufrecht zu erhalten.

Gefahr der Infizierung beim Blutspenden gering

Die Gefahr, sich auf einem Blutspende-Termin mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu infizieren, sei gering, teilt das DRK auf seiner Homepage mit. Zusätzlich zu dem regulär hohen Hygienestandard würden weitere Schutzmaßnahmen getroffen. Eberhard Weck erklärt: „Die Abläufe werden ständig der aktuellen Situation angepasst. Wir achten darauf, dass nur Personen das Terminlokal betreten, bei denen wir Risiken weitestgehend ausschließen können.“ Dazu werden die Blutspender zunächst nach ihrem Gesundheitszustand befragt, es wird Fieber gemessen. So kann es dazu kommen, dass Spender abgewiesen werden. Wer aus einem Risikogebiet komme, wer Kontakt mit Infizierten, Erkrankten oder potenziell Infizierten gehabt hat, wird nicht zur Spende zugelassen. Aber es werden auch praktische Maßnahmen getroffen, wie die Betten weit auseinander zu ziehen, um den nötigen Abstand gewährleisten zu können.

Auf Homepage nachprüfen

„Dazu müssen sich die räumlichen Voraussetzungen eignen“, sagt Eberhard Weck. „Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir den Termin absagen.“ Er empfiehlt, auf der Homepage mit Terminsuchfunktion nachzuschauen, ob der Termin stattfindet (drk-blutspende.de/blutspendetermine/keine Engpässe an Blutkonservenungen dieser Therapien zu überstehen.“ ). Sind alle Voraussetzungen gegeben, sei Blutspenden mit keinem höheren Risiko behaftet, als in den Supermarkt zu gehen. „Mehr können wir im Moment nicht tun“, sagt er und hofft, dass die Spender auch in ein paar Wochen noch zahlreich kommen werden. Die reguläre Patientenversorgung mit Blutpräparaten müsse gesichert sein, informiert das DRK auf seiner Homepage und erklärt: „Einige Blutpräparate sind nur kurz haltbar und es müssen an jedem Werktag 15.000 Blutspenden gewonnen werden, um die Versorgung schwerkranker Patienten in den Kliniken lückenlos zu gewährleisten. Mittelfristig sind Menschen mit Tumorerkrankungen, die sich in einer Chemo- oder Strahlentherapie befinden, auf die Blutpräparate angewiesen. 

Keine Engpässe am Klinikum

Am Klinikum Werra-Meißner gibt es bisher keine Engpässe an Blutkonserven und Plasma, berichtet Personalreferentin Isabell Vespermann. „Der Blutspendedienst weist jedoch darauf hin, dass in Zeiten der Grippewelle und von Corona Spenden benötigt werden und gespendet werden muss.“

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