Costas Karvounis verkauft sein in Griechenland produziertes Olivenöl  in Eschwege

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Privatier und Olivenbauer: Costas Karvounis vertreibt sein selbst produziertes Olivenöl ausschließlich in seiner griechischen Heimat und in Eschwege.

Eschwege. Costas Karvounis erntet auf seiner Plantage in Griechenland Oliven, die er zu Öl verarbeitet, das er exklusiv in seiner griechischen Heimat und in Eschwege vertreibt.

Es ist pikant im Geschmack und mit einer leichten Bitternote. Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und die Eigenschaften, die ein langes Leben versprechen, sind weniger wissenschaftlich belegt als vielmehr die persönliche Erkenntnis aus der Lebenserfahrung der Liebhaber. „Das ist Medizin für meine guten Freunde“, sagt Costas Karvounis über sein Olivenöl.

Costas, wie ihn viele Eschweger kurz nennen, betrieb in der Kreisstadt viele Jahre ein griechisches Lokal, war über fast ein Jahrzehnt Vorsitzender des Ausländerbeirats und von Beginn an in dem Gremium engagiert, dabei Ideengeber für einige Veranstaltungen, bei denen sich Ur-Eschweger und Neubürger näher kamen. Heute ist Costas, wie er selbst sagt, Privatier und nebenbei gemeinsam mit seinem Bruder Andreas Produzent des ganz speziellen Olivenöls.

Costas ist Herr über eine 50 Hektar große Plantage

Seit zehn Jahren ist Costas Herr über die 50 Hektar (500.000 Quadratmeter) große Plantage 300 Kilometer südlich Athens. Eine Hälfte des Jahres lebt er in dem südeuropäischen Land, in der anderen in seiner Zweitheimat Oberdünzebach. Mittwochs und samstags steht Costas auf dem Eschweger Wochenmarkt und bietet das naturbelassene, erntefrische und nach biologischen Grundsätzen, ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, produzierte Olivenöl an – solange der knappe Vorrat reicht.

Die Ernte ist noch sehr klein. Weniger als 2000 Liter werden pro Jahr gepresst. Die Olivenbäume auf Costas’ Plantage sind bis zu 200 Jahre alt. Ein großer Teil musste neu angepflanzt werden, nachdem ein Feuer vor einigen Jahren zahlreiche Bäume vernichtete. „Von den rund 1500 Bäumen tragen erst 600“, erzählt der 63-Jährige, der schon 1969 nach Deutschland kam und seit über 30 Jahren in Eschwege lebt.

Aus 100 Kilogramm Oliven werden bis zu 10 Liter Olivenöl

„Wir produzieren keine Massenware und ernten von Hand“, sagt Costas. „Unsere Oliven haben nur uns und unsere Ölmühle gesehen.“ Höchste Qualität werde angestrebt, ausschließlich kaltgepresst und nach sechs bis zwölf Wochen im Edelstahltank so umgeschichtet, dass ausschließlich die wertvollen Teile der Pressung auf die Flasche gezogen werden. Costas: „Von 100 Kilogramm Oliven bleiben lediglich acht bis zehn Liter Öl übrig.“ Angebaut wird die Sorte „Koroneiki“, mit sehr kleiner Frucht, die sich nur für die Ölproduktion eignet und im November geerntet wird.

Und für die gesundheitsfördernden Eigenschaften seines Öls hat Costas einen eindeutigen Beleg: „In unserem Dorf gibt es keine Alzheimerkranken, meine Mutter ist 95 Jahre und noch voll dabei. Das hat natürlich mit dem Olivenöl zu tun.“

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