Dachdecker haben Hunderte Aufträge abzuarbeiten – Schäden durch Sturm Friederike

Hierum geht es: Der Sturm hat von zahlreichen Häusern Dachziegeln weggeweht – unsere Aufnahme entstand am Schulberg in Eschwege. Die heimischen Dachdecker haben noch alle Hände voll zu tun, um alle Schäden zu beseitigen. Foto: Wüstefeld

Eschwege. Die Nachwehen des Sturms Friederike treiben momentan und auch in den nächsten Wochen noch die heimischen Dachdecker um. Hunderte Schäden wurden ihnen in kürzester Zeit gemeldet – eine Ausnahmesituation.

„180 Kunden haben sich seit Donnerstag bei uns gemeldet. Wir sind mit zehn Kolonnen unterwegs und arbeiten das Schritt für Schritt ab. Das wird insgesamt noch einige Tage beziehungsweise Wochen dauern“, berichtet beispielsweise Carsten Schiedrum, Geschäftsführer des gleichnamigen Dachdecker-Betriebs am Hessenring in Eschwege. Überwiegend gehe es dabei um weggewehte Ziegeln. „Teilweise ist auch mal eine ganze Abdeckung weg, aber das ist eher bei Garagen oder Gartenhütten der Fall“, erklärt Schiedrum.

Priorität hätten nun erst mal die Kunden, bei denen Ziegeln am Wohnhaus fehlen. „Erst danach kümmern wir uns um Scheunen und dergleichen“, sagt Schiedrum. Denn in Wohnhäusern sei ein undichtes Dach und als Folge Feuchtigkeit im Inneren natürlich am schädlichsten. „Jeder Kunde will als Erstes drankommen, aber wir schaffen alle Aufträge eben nicht an einem Tag. Dafür ist es einfach zu viel auf einmal – auch wenn es schon noch heftigere Stürme gab“, fährt Carsten Schiedrum fort. Doch man gebe alles, um allen Nachfragen zeitnah nachzukommen.

„Wir lassen fürs Erste auch fast alle größeren Baustellen ruhen, dafür haben Auftraggeber und Architekten Verständnis“, erläutert Schiedrum. Er ist sich sicher, dass andere Betriebe im Kreis ähnlich verfahren. Zudem rät Schiedrum davon ab, dass Privatpersonen selbst etwas tun, um die Schäden zu beseitigen. „Als Nicht-Experte Dachdeckerarbeiten zu machen, ist lebensgefährlich“, warnt er. Betroffene sollten einfach möglichst schnell einen Betrieb kontaktieren.

Auch die Eschweger Firma Löbens Bedachungen widmet sich auf ihrer Facebook-Seite dem Thema: „Zwei harte Tage liegen hinter uns, Friederike hat uns ziemlich auf Trab gehalten. Vielen Dank an das Team, das trotz schwieriger Witterung doch einen Großteil der Schäden erst mal beheben konnte. Vielen Dank auch an unsere Kunden, die viel Verständnis für eine etwas längere Wartezeit mitgebracht haben“, heißt es dort.

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