Kasseler Statistiker präsentierten Ergebnisse der Bürgerbefragung der Kreisstadt

Es darf gespart werden

Eschwege soll gepflegt sein: Das ist eines der Ergebnisse der Bürgerbefragung. Finanzielle Einsparungen können sich die meisten Bürger der Kreisstadt am ehesten bei der kommunalen Selbstverwaltung vorstellen. Foto: Mayer

Eschwege. Die Bürger Eschweges interessieren sich sehr für ihre Stadt. Denn die Beteiligung war mit knapp 42 Prozent für eine solche Erhebung ungewöhnlich hoch.

Diese Schlussfolgerung konnte Bürgermeister Alexander Heppe bei der Vorstellung der Ergebnisse einer im August gestarteten Bürgerbefragung ziehen.

Stellten die Ergebnisse vor: Stadtkämmerer Reiner Brill, die Referenten Dr. Bernd Reef und Dr. Martina Pötschke, Bürgermeister Alexander Heppe und Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag. Foto: Deppe

Eher niedrig war hingegen die Resonanz am Dienstagabend bei der Präsentation im E-Werk. Nur etwa 40 Zuhörer waren gekommen, um den Ausführungen von Dr. Manuela Pötschke, Oberrätin für angewandte Statistik an der Uni Kassel, zu folgen.

Ziel der Befragung war es, herauszufinden, wo die Bürger der Kreisstadt Einsparungsmöglichkeiten sehen. Dass der Haushalt mittelfristig ausgeglichen werden soll, hatte bei der Befragung große Zustimmung gefunden. „Wir haben einen Weg gewählt, den wir nicht alleine gehen wollten, sondern mit professioneller Hilfe“, sagte Heppe zu Beginn der Veranstaltung, die einen ganzen Reigen an Statistiken mit sich brachte. Studenten der Uni Kassel hatten diese unter Leitung von Pötschke und Dr. Bernd Reef auf Grundlage der Befragung erstellt.

Wichtige Erkenntnisse waren unter anderem folgende: • Die Bürger Eschweges fühlen sich ihrer Stadt verbunden und leben gerne hier. • Ausgeglichener Haushalt sollte eines der wichtigsten politischen Ziele sein. • Geringe und mittlere Einsparungen und Erhöhungen seitens der Stadt in vielen Bereichen werden von den Bürgern akzeptiert. • Am ehesten sollte im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung gespart werden. • Am wenigsten akzeptiert werden Beitragserhöhungen für Kinderbetreuung und Einsparungen im Bereich Familie und Soziales. • Besonders wichtig ist den Bürgern, dass die Stadt einen gepflegten Eindruck macht.

Stadtkämmerer Reiner Brill bezeichnete die Befragung als gelungenes Experiment. Die Bürger hätten viele konstruktive und umsetzbare Vorschläge gemacht. Diese wurden am Dienstag allerdings noch nicht vorgestellt. Laut Brill sollen die Ergebnisse so schnell wie möglich im Finanzausschuss präsentiert werden.

Von Lasse Deppe

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