Alpen-Rallye

Das Abenteuer ist geglückt - Autopannen warfen Freunde nur kurz zurück

Hatten auf der Tour über die Alpen mit einigen Pannen zu kämpfen: (von links) Maximilian Schuchhardt, Fabian Bode, Julian Bedranowsky und Leon Reutel.
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Hatten auf der Tour über die Alpen mit einigen Pannen zu kämpfen: (von links) Maximilian Schuchhardt, Fabian Bode, Julian Bedranowsky und Leon Reutel.

Vier junge Männer aus der Gegend haben an einer Rallye über die Alpen teilgenommen. Ziel war es, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.

Werra-Meißner – „Unsere Erwartungen wurden vollstens erfüllt“, sagt Fabian Bode (24) aus Sontra-Stadthosbach. Mit Maximilian Schuchhardt (24) aus Waldkappel-Burghofen, Leon Reutel (23) aus Berkatal-Frankershausen und Julian Bedranowsky (25) aus dem thüringischen Lindewerra bei Bad Sooden-Allendorf nahm er am „Pothole Rodeo Österreich teil“. Das ist eine Alpen-Rallye, bei der binnen fünf Tagen über 30 000 Höhenmeter zurückgelegt wurden (wir berichteten).

Dabei streikte der über 30 Jahre alte Audi 80 von Schuchhardt und Bode gleich zum Auftakt: Die erste Etappe startete im Salzburger Land, nach drei Vierteln der Strecke „ging aber absolut gar nichts mehr“, sagt Schuchhardt. Ein Defekt an der Zundspüle war Schuld.

Vorgaben für die Autos

Um an der Rallye „Pothole Rodeo Österreich“ teilnehmen zu können, mussten die Autos Vorgaben erfüllen: Sie dürfen nicht mehr als 500 Euro gekostet, nur bis zu 50 PS oder mindestens 500 000 Kilometer auf dem Tacho haben. Die beiden Fahrzeuge der vier jungen Männer fielen in die erste Kategorie. Bei den Etappen zählte nur das Ankommen, die Zeit wurde nicht genommen.

„Wir haben dann die andere Autobesatzung zum nächsten Schrottplatz geschickt, um Ersatzeile zu besorgen“, sagt Bode. Die Reparatur glückte, aber auch der zweite Tag gestaltete sich schwierig. Im Kraftstofffilter kam kein Benzin mehr an, dieser verdampfte wohl durch eine Gasblasenbildung wegen erhöhter Temperaturen.

„Um das Problem zu lösen, haben wir zeitweise die Motorhaube abgebaut, damit der Motor wieder mehr Frischluft bekommt“, sagt Bode. Auch diese Unwegsamkeit bekamen die vier jungen Männer aber schließlich in den Griff.

Mit einem Audi 80 und einem Golf-4-Kombi ging es durch die idyllische Berglandschaft der Alpen.

Am eindrücklichsten sei bei der Tour, die sie über Schleichwege und Seitenstraßen über die Alpen durch Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Italien und Slowenien führte, die Fahrt über den über 2500 Meter hohen Großglockner-Pass gewesen: „Der ist einfach der Wahnsinn. Du guckst die ganze Zeit auf das beeindruckende Bergmassiv mit dem mulmigen Gefühl, dass das Auto noch vor wenigen Tagen streikte“, sagt Bode.

Und wie erholsam war das Abenteuer? „Es ist nichts für Pauschaltouristen. Man muss auf den Stress Bock haben, denn man kommt nicht nach Hause und ist körperlich erholt“, sagt Maximal Schuchhardt. Die Jungs hat die Rallye aber überzeugt: Im kommenden Jahr wollen sie an einer Tour durch den Balkan teilnehmen. „Dann aber vielleicht mit ein bis zwei Wagen mehr“, sagt Fabian Bode.

Auch etwas Gutes haben sie mit der Tour getan: 25 510 Euro wurden alleine durch die Teilnahme aller Fahrer an der Alpen-Rallye eingenommen. Dem Ziel, der Errichtung einer Vorschulklasse in Marokko, ist der Veranstalter damit einen großen Schritt näher gekommen. Weiteres Geld solle durch weitere Rallyes gesammelt werden.

Von Maurice Morth

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