Der Abschluss ist eine runde Sache

Eschwege: Abgänger der Werkstatt für junge Menschen feiern bestandene Abschlussprüfung

Die Absolventen der Werkstatt für junge Menschen Eschwege präsentieren ihre Abschlusszeugnisse.
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Haben einen Meilenstein hinter sich: Die erfolgreichen Absolventen des Hauptschulabschlusses, der in Zusammenarbeit der Werkstatt für junge Menschen Eschwege und der Adam-von-Trott-Schule verliehen wurde.

Zwölf Monate lang haben sie gelernt, geübt und erste Schritte für ein eigenständiges Leben gewagt.

Gestern erhielten die Absolventen des Hauptschulabschlusses der Werkstatt für junge Menschen und der Adam-von-Trott-Schule schließlich die Belohnung für ihre Mühen und nahmen ihre Zeugnisse entgegen.

„Alle haben bestanden und die Noten sind ausgesprochen gut ausgefallen“, sagt Martin Dinkel. Der Projektleiter der Werkstatt für junge Menschen freute sich über den Erfolg des Konzeptes zur Unterstützung Jugendlicher.

Schönsten Erinnerungen wurden in Fotoserie festgehalten

Die Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, junge Menschen in der Alltagsbewältigung aber auch in der Berufs- und Schulbildung zu fördern, hatte mit den 25 Teilnehmern, zu denen auch die acht Absolventen gehörten, im vergangenen Jahr viel erlebt.

Die schönsten Erinnerungen hielt Teammitglied Christoph Weisheit in einer Fotoserie fest, die er den Schülern zum feierlichen Abschluss präsentierte. Der Zusammenschnitt erzählte von Projektwochen, praktischen Einblicken in Handwerksberufe und zeigte die Schüler bei Ausflügen.

Auch praktisches Arbeiten gehörte in den zwölf Monaten zum Alltag

Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Werkstatt hatten die Jugendlichen zwischen 16 und 27 Jahren Präsentationen erarbeitet, die sie während der Projektwoche Anfang des Jahres entworfen hatten. Mit Sportthemen wie den Mixed Martial Arts und dem FC Bayern München befassten sich die Schüler genauer.

Auch praktisches Arbeiten gehörte in den vergangenen zwölf Monaten zum Alltag der Jugendlichen. Dafür erhielt das pädagogische Team der Werkstatt Unterstützung von Schreiner Jürgen Fesch und einem Landschaftsgärtner. Die Experten bauten dann gemeinsam mit den Schülern Sitzmöglichkeiten und legten Wege rund um die Werkstatträume an.

Auf Exkursionen erforschte die Gruppe Hessen. Ein Besuch der Erlebniswelt Wortreich in Bad Hersfeld und eine Draisinenfahrt stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe.

Coronavirus: „Das war eine ganz besonders herausfordernde Prüfungszeit“

Eine Bewährungsprobe für die Schüler waren dann die Projektprüfungen der acht Absolventen, die aufgrund der Corona-Pandemie von März auf Juni verschoben werden mussten. „Das war eine ganz besonders herausfordernde Prüfungszeit“, stellte Projektleiter Martin Dinkel fest. In dieser Zeit war, wie auch an vielen anderen Schulen in Deutschland, Kreativität in der Vermittlung der Lerninhalte gefragt.

Auch ohne Präsenzunterricht mussten die Schüler auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet werden. Für Sozialpädagogin Iris Sennhenn, die seit über 20 Jahren Teil des Teams ist, stellte dieses Jahr eine besondere Herausforderung dar. So war der Abschluss für sie gleich ein doppelter Erfolg.

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