Polizeisprecher: Kein Grund zur Beunruhigung

Derzeit viele Einbrüche im Kreis - Polizeisprecher: Kein Grund zur Beunruhigung

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Gerade scheint es viele Einbrüche im Kreis zu geben: In einigen Fällen wurden die Täter auf frischer Tat ertappt, bevor sie etwas stehlen konnten. 2012 hat es 79 Wohnungseinbrüche im Kreis gegeben, 2013 blieb diese Zahl laut Polizei nahezu konstant.

Werra-Meißner. Obwohl das Jahr noch jung ist, ist die Liste der Einbrüche im Kreis bereits lang. Allein in der vergangenen Woche kam es in der Region mehrfach zu Einbrüchen.

Unter anderem drangen unbekannte Täter in die Gaststätte des Studentenclubs in Witzenhausen ein und stahlen die Getränkekasse. In der Witzenhäuser Straße „Hinter dem Deich“ wurde in eine Gartenlaube eingebrochen. Und in der Straße „Am Altersheim“ versuchten Unbekannte die Eingangstür eines Wohnhauses aufzuhebeln. Dennoch gibt es keinen Grund zur Beunruhigung, sagt der Sprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner, Jörg Künstler, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Dass die Zahl der Einbrüche in der dunklen Jahreszeit ansteigt, sei normal und logisch, sagt Künstler. Die Zahlen schwanken. Es gebe Phasen, in denen durchreisende Täter innerhalb einer Nacht in mehrere Wohnungen einsteigen, was sich aber sofort lege, wenn diese weiterziehen. In der Masse seien es laut Künstler aber regionale Täter, die aus dem Umfeld des Einbruchsortes kommen.

Den Großteil machen in der Region Geschäftseinbrüche aus. 2011 wurde im Werra-Meißner-Kreis 52 Mal in Wohnungen und 93 Mal in Büros, Gaststätten oder Verkaufsräume eingebrochen. 2012 hat es im Kreis laut Künstler 79 Wohnungs- und 87 Geschäftseinbrüche gegeben. Die Zahlen für 2013 sind noch nicht öffentlich, laut Polizeisprecher Künstler aber nahezu konstant geblieben.

Die Ursachen für Einbrüche sind laut Künstler vielfältig. Häufig spielen finanzielle Schwierigkeiten, zum Beispiel durch Spiel- oder Drogensucht, eine Rolle. Auch das angrenzende Übergangslager Friedland habe bereits eine eine Rolle gespielt.

Die Aufklärungsquote für Wohnungseinbrüche im Werra-Meißner-Kreis lag 2011 bei 30,8 Prozent und 2012 bei 30,4 Prozent. „Das ist hessenweit mit Sicherheit ein Topwert“, sagt Künstler. Allerdings könne auch dieser stark schwanken, räumt er ein.

Auf der Internetseite www.polizei-beratung.de gibt die Polizei Tipps, wie man mit einfachen Mitteln das Haus oder die Wohnung vor Einbruch sichern kann.

Hintergrund: Das ist 2014 bereits passiert

In der Witzenhäuser Innenstadt wurde in zwei Geschäfte eingebrochen. Täter versuchten in Kitas in Hessisch Lichtenau zu kommen, haben aber nichts erbeutet. In Eschwege stiegen Diebe in einen Supermarkt ein. Der Versuch, den Kiosk auf Burg Ludwigstein aufzuhebeln, missglückte. In Bad Sooden-Allendorf gab es einen Wohnungseinbruch und in Sontra, Reichensachsen und Hessisch Lichtenau wurden Einbrecher auf frischer Tat ertappt und konnten verjagt werden.

Von Sina Beutner

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