Falls Belastung zu groß ist

Diakonisches Werk und Caritas beraten zur Familiengesundheit 

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Damit Familien gesund bleiben: Mit einer Unterschriftenaktion kämpfen Diakonisches Werk und Caritas für den Erhalt der Beratungsstellen. (von links) Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian, Klinikleiterin Werraland Petra Ludwig, Díakonieberaterinnen Martina Preiß und Claudia Brill sowie Michael Nowotny und Margarete Küch von der Caritas. 

Eschwege. Das Diakonische Werk Werra-Meißner und die Caritas bieten Beratung zur Frauen- und Familiengesundheit sowie Müttergenesung an.

Frauen, gerade Mütter, haben im Alltag viele Aufgaben zu schultern: Beruf, Haushalt und Kindererziehung. Wenn die Belastung zu viel wird, wenn Erschöpfung und Überforderung zu groß werden, brauchen sie Hilfe. „Die Angebote gelten auch für Väter, aber es sind meistens eben Frauen, die am höchsten belastet sind“, sagt Beraterin Claudia Brill.

Mit einem Aktionstag stellten Diakonie und Caritas auf dem Obermarkt in Eschwege ihre Arbeit vor. Problem der Beratungsstellen ist, dass sie unterfinanziert sind. „Die Beratungs- und Vermittlungsarbeit wird weder von den Krankenkassen noch aus öffentlichen Mitteln unterstützt“, sagt Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian. „Die Diakonie Hessen fordert vom Land Hessen, den Kommunen und den Krankenkassen ein finanzielles Engagement.“ In den Beratungssprechstunden der Diakonie in Eschwege und Witzenhausen können Frauen im geschützten Rahmen über ihre Probleme berichten. Besprochen werden familienspezifische Probleme wie etwa die Doppelbelastung von Frauen, die Belastung von pflegenden Angehörigen, Probleme in der Kindererziehung, familiäre Konfliktfälle oder Probleme, Sorgen und Streitfälle, die alleinerziehende Mütter oder Väter haben.

Anschließend schauen die Beraterinnen, welche Hilfe geeignet ist. Sie können Tipps für den Alltag geben, Fachstellen nennen, an die die Betroffenen sich wenden können, oder auch überlegen, ob ein Kuraufenthalt sinnvoll ist und helfen, die Anträge auszufüllen. Kuren gibt es für Mütter aber auch Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kuren. Die Werraland-Klinik in Bad-Sooden Allendorf etwa hat sich auf psychische Belastungen spezialisiert. Die Mütter oder Väter, die mit ihren Kindern für drei Wochen in die Badestadt kommen, erlernen hier Hilfsmechanismen, um sich stark für den Alltag zu machen. Dazu gehört zum Beispiel, Zeit für sich selbst zu reservieren oder sich selbst und der Umwelt Grenzen zu setzen.

Hier gibt es Hilfe für Betroffene

Diakonisches Werk: 

- Claudia Brill, Niederhoner Str. 6, 37269 Eschwege, Tel: 05651-744643, e-mail: mk-esw@diakonie-werra-meissner.de, Sprechzeiten: Montag ab 12 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 bis 13 Uhr.

- Martina Preiß, Walburger Str. 49a, 37213 Witzenhausen, Tel.: 0 55 42 /5 02 91 97, E-Mail: mk-wiz@diakonie-werra-meissner.de, Sprechzeiten: Dienstag und Mittwoch 9 bis 15 Uhr. 

Caritas:

- Michael Nowotny, Caritasverband Werra-Meißner, Moritz-Werner-Str. 10, 37269 Eschwege, Tel.: 0 56 51 / 5 00 18, E-Mail: caritas.eschwege@caritas-kassel.de

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