Rathäuser müssen 538 Dienstleitungen bis 2022 digitalisieren

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Digitales Angebot: Bürgermeister Alexander Heppe und die Rathausmitarbeiterinnen Rebecca Herzog-Meister und Marion Hüge stellen die neue Homepage mit dem digitalen Angebot der Kreisstadt vor. 

In den Rathäusern müssen bis 2022 insgesamt 538 Dienstleistungen digitalisiert sein. In der Kreisstadt Eschwege gibt es schon heute viele elektronische Angebote.

„Wir sind auf einem guten digitalen Stand, aber auch noch am Beginn des Prozesses“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Wie sehr die Digitalisierung hilft, zeigt sich gerade in diesen Krisentagen. Die Rathausbeschäftigte können durch die Zugriffsmöglichkeiten im Homeoffice arbeiten.

Die Bürger haben die Möglichkeit, aus der Ferne auf die Leistungen und Informationen der Stadt zuzugreifen. Über den Mängelmelder auf der erst Ende vergangenen Jahres runderneuerten Homepage nimmt das Beschwerdemanagement der Kreisstadt Hinweise auf beschädigte Gehwege ebenso entgegen wie Mitteilungen über illegal abgelagerten Müll oder widmet sich den vielen kleinen und großen Sorgen und Nöten der Bürger.

Natürlich können die Eschweger ihrer Verwaltung auch von Ideen und Verbesserungsvorschlägen berichten. Die Teilnahme an den Ferienspielen können Eltern auf einer eigenen Internetseite für ihre Kinder buchen. Unter eschwege-mitgestalten.de ist die Teilnahme am Stadtumbauprozess möglich. Und natürlich können inzwischen auch einige Dienstleistungen des Standesamtes per Mausklick abgerufen werden. Schon vor mehr als einem Jahr wurde Eschwege in einer vergleichenden Prüfung „ein guter Digitalisierungsstand“ bescheinigt. Besonders das Standesamt und der Bürgerservice lagen mit ihrem Prüfergebnis über dem vorgegebenen Richtwert.

„Wir waren eine der wenigen Städte, die einen interaktiven Haushalt anbieten“, sagt Bürgermeister Heppe. Acht von zwölf vergleichbaren Kommunen hätten diese Dienstleistung nicht im Angebot.

Mitte 2020 soll das digitale Sitzungsdienstmanagementsystem in der Stadtverordnetenversammlung Einzug halten. Sitzungsvorbereitung und Nachbearbeitung sollen dann ausschließlich papierlos erfolgen, Bürger über ein Gremienportal online informiert werden. Das Ziel: mehr Transparenz in Sachen Kommunalpolitik.

Die Dienstleistungen der Verwaltung sind nach der Verfügbarkeit 2022 rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr verfügbar. Fallen Gebühren an, werden diese mit Hilfe von elektronischen Bezahldiensten wie Pay Pal im Antragsverfahren beglichen.

In der Planung, zum Teil auch schon umgesetzt ist die weitere Einrichtung von Homeoffice-Möglichkeiten – Desktoprechner werden sukzessive durch mobile Endgeräte ersetzen.

Die elektronische Akte ist in Teilen schon eingeführt, zum Beispiel im Standesamt gibt es eine elektronische Sammelakte. Weitere Schritte: IT-Sicherheit und Datenschutz, Schulung der Mitarbeiter per E-Learning, digitaler Massenversand mit Dienstleistern.

Rund um die Uhr verfügbar

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