Eschweger Reiseunternehmer Kohl flog mit historischem Militärflugzeug JU 52

Dieter trifft die Tante Ju

Vor dem Start: der Eschweger Reiseunternehmer Dieter Kohl vor dem historischen Militärflugzeug JU 52. Bis aufs Rollfeld begleiteten ihn seine Vereinskameraden Eddi Tümmel (links) und Werner Mühlhausen. Foto: privat/nh

Kassel/Eschwege. Er ist den Eschwegern als Reiseunternehmer bekannt, jetzt hat sich für Dieter Kohl ein Traum erfüllt: Er durfte in dem historischen Militärflugzeug JU 52 mitfliegen.

70 Jahre ist es her, dass beide sich kennenlernten. Der kleine Junge stand damals im Eschweger Ortsteil Niederhone und guckte den Militärflugzeugen während des Zweiten Weltkriegs beim Starten und Landen zu. Richtig nahe kamen sich Dieter Kohl und die Tante Ju aber erst vor wenigen Tagen.

Für den Eschweger Reiseunternehmer, der sich seit mehr als 60 Jahren für die Luftfahrt interessiert und der inzwischen viele Maschinen gesehen und einige auch gesteuert hat, ist der Besuch auf dem Kassel Airport in Calden dennoch etwas Besonderes. Er darf mitfliegen in der JU 52, der historischen Militärmaschine, die irgendwann den Beinamen Tante bekam. Das haben ihm Freunde und Mitglieder des Eschweger Luftsportvereins im vergangenen Jahr zum 80. Geburtstag geschenkt. Sie begleiten ihn auch bis aufs Rollfeld. „Da habe ich drauf bestanden“, sagt Kohl, „alleine macht mir nichts Spaß.“

Für eine Dreiviertelstunde darf Kohl dann an Bord der Maschine, die von Vier-Sterne-Piloten der Lufthansa gesteuert wird. „Das war schon eine ganz besondere Aura“, sagt Kohl, „wer weiß, wer da schon alles dringesessen hat.“ Wenn Kohl vom Dröhnen der Motoren, von der Geschichte der Maschine und den weltbesten Ingenieuren erzählt, hat das viel von Nostalgie und kindlicher Begeisterung. „So eine Super-Sache, die habe ich gar nicht verdient“, findet er. Der Flug in 700 Metern Höhe führt Kohl und die anderen Fluggäste über Hann. Münden und den Edersee zurück nach Calden. Irgendwo auf dieser Strecke darf der Flugliebhaber sogar mal ins Cockpit der Ju.

Bekamen eine Führung und Hintergrundinfos: die Mitglieder des Eschweger Luftsportvereins am Kassel Airport in Calden. Foto: Deppe

Zuvor hatte die Reisegruppe sich den viel gescholtenen Flughafen genauer angeguckt. Was der Flughafen auch speziell Dieter Kohl zu verdanken hat, stellte Verkaufsleiter Jürgen Schierz in einer kurzen Ansprache heraus. Die drei Innsbruckreisen mit gecharterten Flugzeugen im vergangenen Winter - ganz nach dem Motto „Vom Flieger direkt auf die Piste“ - sind eine der bislang wenigen Erfolgsgeschichten des Millionenprojektes Kassel-Calden, dessen Geschichte von Schierz noch wohlwollend als „eine mit Höhen und Tiefen“ beschrieben wird.

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