Vom Lebensmittel bis zur Mitfahrgelegenheit - Digitale Strategien für ländlichen Raum 

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Stellen das Projekt in Eschwege vor: Finja Mieth und Dr. Lar s Kleeberg von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner.

Die digitalen Bedürfnisse auf dem Land sind anders als in der Großstadt.  Die Wirtschaftsförderung des Kreises sucht nach einer Strategie, die auf diese passt. 

Eschwege – Die digitalen Bedürfnisse in Regionen mit dörflichem Charakter sind oft ganz andere als die in Großstädten. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Werra-Meißner-Kreis möchten die Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten ausloten und eine Digitalisierungsstrategie für die Daseinsvorsorge in der Region entwickeln. „Was in den Ballungsräumen seit Jahren funktioniert, kann man nicht eins zu eins auf den ländlichen Raum übertragen“, sagt Finja Mieth von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG). In diesen Prozess sollen die Menschen über den Bürgerdialog eingebunden werden.

Lebensmittel und schnelle Verkehrsverbindung per App

Es geht um die Dinge des täglichen Lebens, um die Entwicklung von Apps für die Umsetzung dieser Ansprüche. Das beginnt bei der Lebensmittelversorgung und reicht bis zur Mobilität. „Unter Verwendung sämtlicher zur Verfügung stehender Verkehrssysteme wird Ihnen die optimale Verbindung für eine bestimmte Strecke über eine Anwendung herausgesucht“, beschreibt WFG-Geschäftsführer Dr. Lars Kleeberg eine solche Funktion.

Gesundheit, Energie, Freizeit und Kultur 

Und diese Dienste könnten für ähnlich wichtigen Alltagsdinge wie Gesundheit, Bildung, Energie, Freizeit und Kultur entwickelt werden – immer unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse der Menschen in der Region und unter Verwendung bestehender Strukturen. Dabei ist die Vernetzung vorhandener Angebote, auch unkonventioneller Art, denkbar. Dr. Kleeberg: „Die Post könnte Essen mitbringen.“ Und irgendwann stellt die Mülltonne über ein Messsystem selbst fest, dass sie voll ist und ordert die Abfuhr selbstständig.

Neues Level erreichen 

„Das muss über das hinaus gehen, was es schon gibt“, sagt Finja Mieth, „wir wollen auf ein neues Level.“ Ziel, so Dr. Kleeberg, sei es, deutschlandweit Modellregion zu werden, Vorreiter für diese Art der Digitalisierungsstrategie. Und dafür sollen Fördermittel akquiriert werden: bei Bund, Land und bei der EU. „Wir sind zuversichtlich, dass wir einen passenden Topf finden“, sagt Finja Mieth. Die Sparkasse und die VR-Bank begleiten das Projekt.

Der Bürgerdialog findet statt am Mittwoch, 11. Dezember, ab 18 Uhr, in der Aula der Volkshochschule in Eschwege. Anmeldung unter wfg-werra-meissner.de.

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