Drei Stellen unbesetzt: Pfarrer wollen nicht aufs Land

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Werra-Meißner. Noch gibt es genügend Pfarrer, um die offenen Stellen in der evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck zu besetzen. Ein zunehmendes Problem für die evangelische Kirche im Werra-Meißner-Kreis ist allerdings der Trend, dass weniger Pfarrer auf dem Land arbeiten wollen.

Aktuell gibt es in den beiden Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen drei unbesetzte Pfarrstellen – in Wichmannshausen, Frankershausen und Fürstenhagen –, für die teilweise händeringend Pfarrer gesucht werden. Die beiden Dekane der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen, Dr. Martin Arnold und Ulrike Laakmann, sehen drei Hauptgründe dafür, warum Pfarrstellen auf dem Land so schwer zu besetzen sind: Erstens gebe es weniger junge Menschen, die bereit sind, den Pfarrberuf zu ergreifen. Zweitens: Aktuell würden die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand wechseln und viele freie Stellen hinterlassen. Drittens sei zu beobachten, dass Pfarrstellen in der Stadt sowie funktionale Pfarrstellen, wie als Klinik- oder Schulpfarrer, wegen der besseren Arbeitszeiten beliebter seien als Pfarrstellen auf dem Land. Ein weiteres Problem sehen die Dekane in der schwindenden Anzahl von Pfarrstellen – denn wie viele es gibt, hängt unter anderem auch mit der Anzahl der Gemeindeglieder zusammen.

 

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