40 Millionen Euro für Windparks

Drittel des Stroms im Kreis könnte aus Windkraft produziert werden

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Eschwege. Ein Drittel des gesamten Strombedarfs im Werra-Meißner-Kreis könnten allein die beiden Windparks produzieren, die gerade von der Stadtwerkeunion Nordhessen (SUN) unter Beteiligung der kommunalen Energieversorgungsunternehmen aus Eschwege, Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf bei Herleshausen und in der Nähe von Kaufungen geplant werden.

Diese Einschätzung traf der grüne Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete Armin Jung während der Sitzung des Eschweger Hauptausschusses am Dienstagabend im Rathaussaal. Markus Lecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Eschwege, berichtete dem Ausschuss von den aktuellen Projekten des Unternehmens, das eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Kreisstadt ist.

Unter dem Dach der SUN sollen die beiden Windparks mit insgesamt 18 Anlagen an den beiden Standorten entstehen. Die Investitionssumme bezifferte Lecke mit insgesamt 40 Millionen Euro. Der Standort bei Herleshausen konzentriert sich genau genommen auf zwei Areale. Sieben Windräder plant das Konsortium auf Flächen, die der Gemeinde und weiteren rund 50 Privateigentümern gehören. Zwei Anlagen sollen auf einem Gelände der Waldinteressentengemeinschaft entstehen.

Bei Kaufungen im Landkreis Kassel sollen neun Turbinen zum Einsatz kommen. Grundstückseigentümer dort ist Hessen-Forst. Lecke sieht in dem Vorhaben eine gute Investition. „Windräder sind eigentlich eine Lizenz zum Gelddrucken“, sagte der Geschäftsführer. Voraussetzung sei allerdings, dass das Energieeinspeisegesetz (EEG) in der jetzigen Form Bestand hat.

Mit den örtlichen Windkraftgegnern werde das Gespräch gesucht. Allerdings: „Die BI-Mitglieder sind Fundamentalisten, die wollen keine Spargel und Schluss“, so Lecke, „da kann man auch keine Überzeugungsarbeit leisten.“ Zum Tage

Von Harald Sagawe

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