Einbrecher mögen es dunkel: Polizei im Landkreis gibt Tipps zum Schutz

Nicht nur Fenster sollten gesichert werden: Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützen kann.
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Nicht nur Fenster sollten gesichert werden: Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützen kann.

In der dunklen Jahreszeit steigt auch die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann. 

In der dunklen Jahreszeit, die am Wochenende durch die Umstellung auf die Winterzeit begonnen hat, steigt auch die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden - auch im Werra-Meißner-Kreis. Schließlich sei es von außen einfacher zu erkennen, ob die Bewohner zu Hause sind, sagt Polizeisprecher Jörg Künstler.

Eingebrochen wird ab 16 Uhr 

Jörg KünstlerPolizeisprecher im Landkreis

Die Erfahrungen der Polizei zeigten, dass diese Einbrüche im Herbst und Winter ab 16 Uhr, also ab der Dämmerung, erfolgten. „Jedoch darf man nicht vergessen, dass das ganze Jahr über Wohnungseinbrüche stattfinden und unabhängig davon auch einige zur Tageszeit, sogenannte Tageswohnungseinbrüche“, mahnt Künstler. „Im Werra-Meißner-Kreis sind die Zahlen seit 2015 stark rückläufig. Dies darf aber nicht zu einer trügerischen Sicherheit führen.“ Blickt man auf die vergangenen fünf Jahre, war die Zahl der gemeldeten Wohnungseinbrüche im Werra-Meißner-Kreis 2015 mit 109 Fällen am höchsten. 2016 gab es 76 Einbrüche, 2017 waren es 62, 2018 sogar nur noch 56. Etwa ein Viertel dieser Fälle in der aktuellen Kriminalstatistik für den Landkreis waren Tageswohnungseinbrüche, die sich zwischen 6 und 21 Uhr ereigneten.

Knapp die Hälfte der Einbrüche bleibt beim Versuch 

Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, blieb es bei etwa knapp der Hälfte der gemeldeten Einbrüche übrigens bei Versuchen – zum Beispiel weil die Täter durch die Sicherungseinrichtung abgehalten wurden oder aus anderen Gründen ohne Beute blieben. Künstler weist darauf hin, dass die Förderbank KfW den Einbau und die Nachrüstung einbruchhemmender Produkte fördert oder bezuschusst.

Nur ein Drittel der Einbrüche wird aufgeklärt

63,5 Prozent aller Straftaten konnten zuletzt im Werra-Meißner-Kreis aufgeklärt werden – allerdings nur ein Drittel aller Einbrüche. Hier wurde die Aufklärungsquote immerhin von 19,7 Prozent im Jahr 2016 auf 35,1 Prozent der Einbrüche (2018) gesteigert.

Oft Einbruch-Serien

Wo wird am meisten eingebrochen? „Regionale Schwerpunkte gibt es so nicht, oftmals sind dies Serien, wie sie auch 2018 in Eschwege und in Neu-Eichenberg temporär zu verzeichnen waren“, sagt Künstler. Bei beiden Einbruchsserien wurden die Täter gefasst.

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