Bekannte Gäste, neues Format

Duo Kilian und Bröcker spielt für Eschweger Jazz-Club Konzert auf dem Werdchen

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Sorgten für Stimmung auf und vor der Bühne: das Duo Kilian und Böcker im Baumkreis auf dem Werdchen.

Eschwege – Mit Gesang und Ralf Böckers Tenor-Saxophon bringt das Duo Kilian & Böcker mit Little Richards „Tutti Frutti“ die Bühne zum Beben.

Gregor Kilian begeistert nicht nur klanglich am E-Piano, sondern sorgt zusätzlich für Action auf der Bühne, indem er während des Titels unter anderem kniend und mit beiden Händen und dem rechten Fuß spielt, mit dem Schlusston aufspringt. Nachdem im Jazz-Club Eschwege aufgrund der Corona-Pandemie Ende Februar das vorerst letzte Konzert stattgefunden hatte, lockte das Duo Kilian & Böcker am Sonntagabend zahlreiche Gäste zu einem Konzert im Baumkreis auf dem Werdchen an.

Mit anfangs sommerlichen Klängen und einer sich rasch entwickelnd Melodie begannen der aus Hamburg angereiste Böcker und der aus Göttingen stammende Kilian mit „Sweet Georgia Brown“ den musikalischen Spätnachmittag unter freiem Himmel, bevor ein gefühlvolles „I Can’t Give You Anything But Love“ mit durchdringendem Saxophon den Baumkreis erfüllte. Mit einer faszinierenden Fingerfertigkeit bei rasantem Tempo begeisterte Kilian vor allem bei seinen Solos, sorgte dafür, dass das Publikum vom Rhythmus der Titel angesteckt wurde. Zwischen den Songs sorgte Böcker für humorvolle Moderation, sagte über Kilian, er habe: „zwölf Finger, mit zehn Fingern schafft man das nämlich nicht“.

Gutes Zusammenspiel

Gutes Zusammenspiel bewiesen die beiden Künstler, die ihr Duo bereits 2011 gegründet, in dem Jahr eine CD aufgenommen und dann jeweils in verschiedenen Bands gespielt hatten, unter anderem mit der „Burbon Street Parade“, bei der das E-Piano die Lebendigkeit dieser Straße fühlbar werden ließ, die Klarinettenklänge für den erzählenden Charakter des Titels sorgten und das Duo auch gesangliches Talent zeigte. „Wir haben das nur ein einziges Mal gespielt“, kündigte Böcker den Titel „Chattenooga Choo Choo“ an, der dadurch ins Programm aufgenommen worden war, weil Kilian während der vergangenen Wochen Balkonkonzerte gespielt und sich einer der Nachbarn dabei Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ gewünscht hatte. Feuriges Klavierspiel und durchdringende Tenor-Saxophon-Klänge erfüllten die Bühne und nach anderthalbstündigem Konzert ohne Pause gelang es beiden trotz warmer Temperaturen auch bei den lautstark geforderten Zugaben alles zu geben.

Positives Feedback

Mit der zweiten Zugabe „Watermelon Man“ brachte das Duo einige Zuschauer zum Mittanzen und Gerhard Marquardt, Vorsitzender des Jazz-Clubs Eschwege, versicherte, dass beide Musiker auch in Zukunft wieder im Jazz-Club zu hören sein werden. Sowohl in dieser Formation als auch einzeln in anderen Gruppen waren beide bereits in Eschwege aufgetreten, hatten auf den Anruf des Vorsitzenden hin recht spontan für das Konzert zugesagt. Positives Feedback erhielt das Team des Jazz-Clubs auch für das neue Format und derzeit wird überlegt, ob am 4. September ein Konzert im Innenhof des E-Werks mit ebenfalls zwei Musikern stattfinden kann. 

Von Eden Sophie Rimbach

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