Ralph Nowag stellt im E-Werk Eschwege seinen neuen Krimi „Mordsflair“ vor

Kultstatus: Autor Ralph Nowag stellte im E-Werk sein neuestes Werk „Mordsflair“ vor. Darin nimmt er alles auf die Schippe, was die Eschweger gut kennen. Foto: Weber

Eschwege. In einer mitreißenden Comedy-Lesung im E-Werk Eschwege hat Autor Ralph Nowag seinen neuen Krimi vorgestellt - er trägt den vielsagenden Titel "Mordsflair". 

Dachzahn. Was mag das wohl sein? Der Krimi-Autor Ralph Nowag ließ sein Publikum bei seiner Buchpräsentation im E-Werk erst rätseln. Dann die Auflösung. Es ist die Überschrift zum Prolog, verfasst auf Eschweger Mundart, und gemeint ist: Tarzan. Die Mundart, dieses Lokalkolorit, es ist genau das, was die Romane des Eschweger Autors beim heimischen Publikum so beliebt machen.

Wer von hier kommt, findet sich in den Büchern wieder, manchmal sogar buchstäblich. Denn ehrlich gesagt, die Krimihandlung spielt in den Romanen von Nowag aus dem Schäfer-Verlag eine eher untergeordnete Rolle, sie ist das Vehikel, um witzige Dialoge zu transportieren. Denn das ist die Stärke des Autors. Seine Protagonisten, die Kommissare Jörg Klose und Harry Schade – Ralph Nowags Alter Ego, kann man vermuten – liefern sich seitenlange Wortgefechte. Darin nehmen sie alles auf die Schippe, was Eschweger gut kennen, und sie lassen dabei das Lebensgefühl des ewig nörgelnden Nordhessen sehr lebendig werden. Inklusive einer Portion Philosophie über das allseits beliebte Gehacktesbrötchen.

Das ist „Harry Schade und wie er die Welt sah“, nicht John Irving, sondern Ralph Nowag. Und das Konzept geht auf. Das E-Werk platzte aus allen Nähten, so viele Fans waren gekommen, um die ersten Szenen aus dem mittlerweile vierten Buch gelesen zu bekommen. „Und wer meine Lesungen kennt, der weiß, dass hier wenig gelesen wird“, sagte der Autor. Nein, es wurde auch Musik gespielt. Die Lusejungen aus Sontra ließen fetzige Folk-Songs erklingen. Was Ralph Nowag dann zeigte, war mehr eine Comedy-Show, die sich rund um den neuen Roman „Mordsflair“ und seine Figuren drehte. Es gab lustige Fotos von Polizeiwagen, Jürgen Klopp und Angela Merkel, dazu die entsprechenden süffisanten Kommentare. Denn so machen es auch Schade und Klose in den Romanen. Sie sprechen über alles und nichts und kommen von Gott auf die Welt. Im neuesten Werk begeben sie sich in ein neues Milieu, das Open Flair. 20.000 Besucher kommen einmal im Jahr zum Musik-Festival nach Eschwege und außerdem jede Menge verrückte Bands und ihre nicht minder verrückte Entourage.

Ralph Nowag stellt Krimi "Mordsflair" im E-Werk vor

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