Dankbarkeit gibt ihm viel

Egon Bernhard ist Trainer des Jahres bei den Werraland Werkstätten

Ehrungen bei Werraland Werkstätten: (von links) Amelie Steup, Marc-Kevin Krug und Egon Bernhard. Foto: Winter/nh

Eschwege. Nur dank engagierter ehrenamtlicher Trainer kann die sportliche Förderung von Menschen mit Handicap bei den Werraland Werkstätten so vorangetrieben werden, wie es aktuell der Fall ist. Einer von ihnen ist Egon Bernhard.

Der 58-Jährige coacht seit gut zwei Jahren die Boccia-Mannschaft des Sozialunternehmens. Zweimal die Woche leitet er die Trainingseinheiten der 18 Spieler. Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, beispielsweise bei den bundesweiten Special Olympics in Hannover, den nationalen Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung, zeigen, wie sich die Werraland-Sportler unter seiner Anleitung weiterentwickelt haben.

Egon Bernhard bezeichnet sich selbst als ruhig und geduldig – Eigenschaften, die ihm sehr entgegenkommen bei seiner ehrenamtlichen Arbeit. „Mir macht das alles einfach riesig Spaß. Die Dankbarkeit und Herzlichkeit der Menschen gibt mir unheimlich viel zurück“, sagt der Motzenröder. Außerdem schätzt er die Ehrlichkeit der Menschen mit Handicap. „Sie sagen dir die Wahrheit ins Gesicht – immer.“ Dass Egon Bernhard in seiner Freizeit vier neue Boccia-Bahnen anfertigte, dabei insgesamt 140 Meter Holz verbaute, zeigt, wie viel Herzblut er in sein Engagement steckt.

„Wir haben – und dafür sind wir sehr dankbar – einige ehrenamtliche Trainer vom Schlag eines Egon Bernhards“, sagt Werraland-Sportkoordinator Erik Hogreve. Um seitens des Unternehmens den Ehrenamtlichen etwas zurückzugeben, lud das Sozialunternehmen gemeinsam mit der Firma Stramer und Stahlberg zum Empfang ein mit anschließender Fahrt zum Handball-Bundesligaspiel der MT Melsungen gegen Leipzig.

„Wer solche Partner und solche Trainer hat, kann sich glücklich schätzen“, dankte Hogreve in den Räumen von Stramer und Stahlberg den rund 20 Ehrenamtlichen, die der Einladung folgten. Den Dank gab Gastgeber Karl-Heinz Stahlberg umgehend zurück: „Wir ergänzen uns vorbildlich und in vielerlei Hinsicht mit Werraland. Darüber hinaus können wir unser Know-how für die Werraland-Sportler einbringen.“ Bevor es zum sportlichen Höhepunkt nach Kassel ging, nahm Erik Hogreve drei Ehrungen vor. Werraland-Sportler des Jahres wurde Boccia-Spieler Marc-Kevin Krug, ehrenamtliche Unified-Partnerin des Jahres Amelie Steup und Trainer des Jahres besagter Egon Bernhard. „Amelie und Egon stehen stellvertretend für euch alle“, so Hogreve, der sich mit bewegenden Worten bei Trainern und Partnern bedankte. (red/flk)

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