Statt Jahreshauptversammlung

Drive In: Eschweger Feuerwehr gibt Ehrungen durch die Seitenscheibe aus

„Vielen Dank für Ihren Einsatz“: Bürgermeister Alexander Heppe überreicht den Feuerwehrleuten die Ehrung durch die Seitenscheibe ihrer Autos.
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„Vielen Dank für Ihren Einsatz“: Bürgermeister Alexander Heppe überreicht den Feuerwehrleuten die Ehrung durch die Seitenscheibe ihrer Autos.

Eschwege – Not macht erfinderisch. Erfinderisch wurde auch die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Eschwege, um ihre verdienten ehrenamtlichen Mitglieder auszuzeichnen. Per „Drive-in“-Verfahren wurde den Brandschützern jetzt ihre Beförderung oder Ehrung durch die Autoscheibe gereicht.

An einem Samstag im August luden Bürgermeister Alexander Heppe, Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber und dessen Stellvertreter Jan Küllmer zu dieser besonderen Ehrung ein, weil die für den 13. März geplante Jahreshauptversammlung aller Eschweger Wehren wegen der aktuellen Pandemielage ausgesetzt werden musste. Dort werden Angehörige der Einsatzabteilungen regelmäßig für ihre jahrelange, pflichtbewusste und treue ehrenamtliche Feuerwehrtätigkeit geehrt und ausgezeichnet. „Keiner der Verantwortlichen wollte, dass dieser besondere Dank und die gebührende Anerkennung den Einsatzkräften gegenüber ausbleibt“, erklärt Stadtbrandinspektor Ralf Rathgeber die kreative Lösung.

Die zu Ehrenden wurden zu einem „Drive-in“ auf das Eschweger Werdchen eingeladen. Pünktlich um 11. Uhr fuhren die geladenen Kameradinnen und Kameraden mit ihren Fahrzeugen bei bestem Wetter und guter Laune auf dem Werdchen vor. Beim „In-der-Schlange-Stehen“ fühlte es sich fast ein wenig nach Open Flair und Campingplatz an, bemerkten einige der Teilnehmer. Nach und nach fuhren sie zum „Schalter“ vor, wo Bürgermeister Alexander Heppe die Ehrungen mit freundlichen Worten durchs Seitenfenster reichte. Als zusätzliches Präsent gab es einen wiederverwendbaren und recycelbaren „Werra-Meißner-Becher“, gefüllt mit Wasser, Tee oder Kaffee nach Wahl – eben ganz wie bei einem Drive-in.

Keine Ehrung ohne Gruppenfoto: Die Eschweger Feuerwehrfrauen und-männer, die in diesem Jahr geehrt wurden, haben sich auf dem Eschweger Werdchen aufgestellt, um aus einigen Metern Höhe mit einer Drohne abgelichtet zu werden.

Ausgelassen und mit nötigem Abstand wurde im Anschluss ein gemeinsames Foto geschossen und das ein oder andere Wort gewechselt, bevor jeder wieder die Heimreise antrat. Bereits seit Juli können die Einsatzkräfte unter besonderen Hygienebedingungen schon wieder trainieren. „Außergewöhnlich und doch hoffentlich einmalig, eben „mal anders“, war die Verleihung der Ehrungen bei der Feuerwehr Eschwege in diesem Jahr. Eine, an die man sich mit Sicherheit irgendwann zurückerinnern wird“, sagt Rathgeber und richtet Glückwünsche an alle Geehrten aus.  ts

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