In eigener Sache: Kein Platz für braune Hetze

Im sozialen Netzwerken werden Artikel der Werra-Rundschau zur Flüchtlings-Thematik stark kommentiert. Nicht jeder hält sich dabei jedoch an die Netiquette. Die Redaktion zieht jetzt die Reißleine. Ein Kommentar von Lasse Deppe

Die Hilfsbereitschaft im Kreis in Sachen Flüchtlingshilfe ist sehr löblich. Privatleute stellen Wohnungen zur Verfügung und spenden, Vereine und Verbände kümmern sich meist ehrenamtlich um die Integration. Nach Anerkennung und Dank schreit von ihnen kaum einer, was ebenfalls bemerkenswert ist. Laut sind aber andere.

Eine Unart des Internets ist es, dass sich dort Nörgler und Hetzer schneller und lauter bemerkbar machen als im realen Leben. Ein ehrliches Lob schreibt sich offenbar schwieriger als eine emotional aufgeladene Wutrede. Das erleben wir Tag für Tag auf der Facebook-Seite der Werra-Rundschau. Wir sind offen für Kritik an uns und an den Inhalten der Artikel. Andere Meinungen sind erwünscht, eine gepflegte Diskussionskultur macht die Medienwelt doppelt interessant. Trotzdem haben wir uns entschieden, Artikel über Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis nicht mehr in sozialen Netzwerken zu verlinken.

Denn einer Diskussion steht hier viel zu häufig eine radikale, braune Hetze entgegen. Stimmungsmache nur mit dem Ziel, Ablehnung und Hass zu verbreiten. Dem wollen und werden wir keine Plattform bieten. Eine Rund-um-die-Uhr-Kontrolle, die nötig wäre, um entsprechende Kommentare zu löschen, können wir nicht leisten. In der Zeitung und auf unserer Internetseite werden wir natürlich weiterhin über all die spannenden Integrationsprojekte berichten, wenn nötig auch kritisch. Positive Beispiele gibt es bei uns im Kreis genug. Wenn da alle so weitermachen, finden Hetzer ohnehin kein Gehör mehr.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion