Einbrüche nicht nur in dunklen Wintermonaten

+
Einbruchs-Prävention

Werra-Meißner. In den dunklen Monaten von November bis März haben Einbrecher Hochsaison. Dieser bundesweite Trend hat sich im Vorjahr für den Werra-Meißner-Kreis nicht bestätigt.

Laut Polizeisprecher Jörg Künstler schlugen Diebe in Häusern und Wohnungen 109-mal zu. Davon ereigneten sich 57 Fälle in den Wintermonaten (Oktober bis März) und 52 in den Sommermonaten. Nicht immer nahmen die Täter etwas mit: In rund 40 Prozent der Fälle blieb es beim Einbruchsversuch.

Künstler warnt alle Haus- und Wohnungseigentümer davor anzunehmen, Einbrecher kämen meist ab Herbst und im Schutze der Dunkelheit. „Natürlich nutzen Täter gern die frühe Dämmerung ab 16 Uhr aus. Aber es ist ein Irrglaube, dass im Sommer deshalb wesentlich weniger eingebrochen wird. Diebe passen zu jeder Jahreszeit günstige Gelegenheiten ab, um einzusteigen, zum Beispiel Arbeits- und Urlaubszeiten.“ Sie seien oft routinierte Beobachter, die darauf achten, ob der Briefkasten übervoll ist, Licht brennt und regelmäßig ein Auto in der Einfahrt steht. „Es ist immer sinnvoll, den Einbruchsschutz in den eigenen vier Wänden zu überprüfen und zu optimieren.“ Auch deshalb, weil die Zahl der Einbrüche 2015 wieder angestiegen ist. Zum Vergleich: 2014 waren es 84 Einbrüche und 2013 noch 79. Insgesamt sei der Wert aber mit durchschnittlich 76 Wohnungseinbrüchen pro Jahr recht konstant, wenn man den Zeitraum seit 2001 betrachtet, sagt Künstler. Die Zahlen für das laufende Jahr liegen noch nicht vor.

Weitere Statistiken, Tipps von der Polizei und einen Kommentar zum Thema lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der Werra-Rundschau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare