Die Naumburger Kurrende spielte zur Musikalischen Vesper außer der Reihe“ in der Marktkirche Eschwege

Eine beglückende Musikstunde

Spontanes Platzkonzert: In der lauen Sommernacht sang der Chor aus Naumburg auch zwei Lieder auf dem Platz vor der Marktkirche. Foto: Pujiula

Eschwege. Ein früher Sommerabend mitten in der Ferienzeit. Und doch füllte sich die Marktkirche an diesem Dienstag bei der „Musikalischen Vesper außer der Reihe“.

Die ehemalige Kurrende der Kirchlichen Hochschule Naumburg, die sich als Projektchor neu formiert hat, schenkte dem entzückt zuhörenden Publikum eine wunderbare Musikstunde mit auserlesenen Stücken aus fünf Jahrhunderten – darunter einige zeitgenössische Lieder und Motetten, die in ihrer geradezu volksliedhaften Art diesem Abend einen besonderen Reiz gaben.

Die zwei Dutzende Frauen und Männer, die im Rahmen einer kleinen Deutschland-Tournee zu uns gekommen waren, gaben ihrem gesanglich ausgezeichneten Auftritt eine tiefe Innigkeit des Ausdrucks - passend zu den religiösen Charakter ihres Programms unter dem Motto „Lobt Gott in seiner Macht“.

Es war ein fesselnder musikalischer Gottesdienst. Mit Stücken von Bach (darunter das betörende „Wohl mir, dass ich Jesum habe“) und César Franck, von Michael Praetorius und Thomas Tallis und mit einigen zeitgenössischen Stücken, darunter zwei eingängig-gefälligen Kompositionen des Chorleiters, dem evangelischen Pfarrer Michael Greßler, erklang in der Kirche ein vielstimmiges Gotteslob – bei manchen Stücken mit Orgelbegleitung, gespielt von der Frau des Chorleiters, Kantorin Dorothea Greßler, die mit ihrem hervorragenden Spiel dem Abend zusätzlichen instrumentalen Glanz gab. Das Publikum, das während des ganzen Programms in religiöser Stille zugehört hatte, spendete am Schluss lauten, langanhaltenden Applaus.

Und die beglückende Musikstunde klang aus mit zwei Liedern, die der Chor auf dem Kirchenvorplatz sang - in der friedvollen Atmosphäre des lauen Sommerabends.

Von Francisco Pujiula

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