Die acht „Magic Tenors“ versetzten die Stadthalle in grenzenlose Begeisterung

Eine explosive Show

Angenehm singend und mit hübsch-gefälligen Choreographien: Die acht „Magic Tenors“ begeisterten das hingerissene Publikum bei ihrem Auftritt in der Stadthalle. Foto: Pujiula

Eschwege. Sie heißen Riku und Josh, Luke, Constantine, Jack und Nik, Christopher und Afran, acht junge Sänger, die aus Finnland, den USA, Großbritannien, Irland und Zypern kommen. Sie sind die „International Magic Tenors“. International sind sie auf alle Fälle und was das „Magische“ betrifft: Sie haben wirklich das Publikum verzaubert - vor allem nach der Pause.

Es waren unerwartet viele Zuschauer an diesem Donnerstagabend in die Stadthalle gekommen, etwa dreihundert, die zwar den großen Saal nicht füllten aber eine beeindrückende und laute Zuschauerkulisse gaben.

Denn der Abend, der etwas verhalten begonnen hatte, wurde immer dynamischer. Und spätestens seit „Imagine“, von Afran toll gesungen, konnten die Sänger richtig begeistern - bei den folgenden elf Liedern und drei Zugaben.

Angekündigt waren Pop, Rock und Classic. Letzteres („La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“ und „Nessun dorma“ aus Puccinis „Turandot“) kann man getrost vergessen. Denn die Stärke der acht Tenöre lag eindeutig bei Pop und Rock: hier zeigten sie sich ganz groß, beim Singen und auch nicht zuletzt bei der mitreißend choreographierten Präsentation der Stücke.

Das Programm war interessant und abwechslungsreich und wurde mal von allen gesungen, mal von Solisten oder kleinen Gruppen von Sängern: Fast immer gab es eingespielten musikalischen Hintergrund, aber es gab auch „A cappella“-Stücke, wie „Unchained melody“ oder besonders reizvoll „Wild Rover“ („An der Nordseeküste“).

Aus dem ersten Teil ragten hervor „Sound of silence“, „Mit 66 Jahren“, ein hübsches ABBA-Medley und, von Riku, Constantine und Josh sehr schön gesungen, das Halleluja“ von Leonard Cohen.

Unter der zunehmenden Begeisterung des Publikums, das zuletzt stehende Ovationen spendete, ragten im zweiten Teil „Sailing“ und „My way“ - und „O happy day“ hervor, das vom Publikum mitgesungen wurde.

Der Zugabenblock war ein Kapitel für sich. Es begann mit „La Le Lu“ a cappella und ging weiter mit „Hey Jude“ in einer großartigen Version und nahm mit „Twist and shout“ ein das Publikum elektrisierendes Ende - mit einigen „Magic Tenors“ unten auf dem Saal, mit weiblichen Besucherinnen tanzend.

Ein toller Abend mit einer rasanten Show und aufwendigen Lichteffekten - und guten, sympathischen Sängern. Und mit einem begeisterungsfähigen, überraschend zahlreichen Publikum, das ein Tag nach Neujahr den Weg in die -Stadthalle gefunden hatte - trotz der für hiesige Verhältnisse recht hohen Eintrittspreise.

Aber eins ist sicher: Bereut hat es keiner.

Von Francisco Pujiula

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