Serie "Paradies gesucht"

Eine grüne Oase mitten in der Stadt: Martina Ahrens zeigt ihr Herzensprojekt

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Hat an einem ihrer Lieblingsorte Platz genommen: Martina Ahrens genießt die Aussicht und die Gesellschaft in ihrem Gartenparadies.

Zeigt her eure Gärten! Wenn Ferien im eigenen Garten, gerade in der Corona-Zeit, zum Urlaubsersatz werden, ist die WR dabei und wirft in dieser Serie einen Blick in die heimischen Paradiese.

Eigentlich wollte Martina Ahrens einen pflegeleichten Garten, als sie vor 30 Jahren die großen Bäume hinter dem Haus fällen ließ. Dass aus dem Wunsch nichts wurde, ist heute ihr größtes Glück.

„Ich fühle mich hier pudelwohl“, sagt Martina Ahrens und strahlt. Die Angestellte einer Eschweger Bank steht in ihrem Garten hinter dem Haus mit den hölzernen Fensterläden.

Viel gießen

Sie schaut auf eine ganze Reihe bunter Blumentöpfe, aus denen Kohlköpfe, Margeriten und Oleander sprießen. „Hortensien sind meine Lieblingsblumen, die sind Bombe“, erklärt die Hobbygärtnerin und deutet auf dicke Blütenköpfe in rosa und weiß. Für das Gelingen der Blütenpracht stellt Ahrens die Stöcke in den Schatten und gießt diese besonders viel.

In den Rabatten rund um das Haus im Grünen summt und brummt es. Im Flieder, der aus einem Meer von Farnen herausragt, sitzen Tagpfauenaugen. „Die Farne sind wichtig für den Boden, um ihn vor der Austrocknung zu schützen“, weiß die Hobbygärtnerin. Martina Ahrens freut sich, dass ihr die Farne erhalten geblieben sind, denn beinahe wären sie ihr im vergangenen Winter erfroren. „Das sieht man noch an den braunen, abgebrochenen Spitzen“, sagt Ahrens.

Sommergeruch in der Nase, der Flieder blüht.

Ihr Wissen über Flora und Fauna hat sich die Eschwegerin selbst beigebracht. Unsicheren Neu-Gärtnern empfiehlt Ahrens übrigens den Blick ins Internet. Bei der Gartengestaltung verlässt sich die Frau mit dem grünen Daumen jedoch lieber auf ihr Bauchgefühl. „Man muss das Herz sprechen lassen und einfach machen“, so die Gärtnerin.

Für ihr privates Paradies ist Martina Ahrens jeden Tag im Einsatz. Blumen gießen und neue Projekte für den Garten austüfteln, stehen auch in ihrem Urlaub auf der Tagesordnung. Gerade hat Ahrens ein kleines Beet mit Gemüse angelegt.

Besuch von Igeln, Katzen und einem Eisvogel

Und auch für ihre tierischen Gartenbesucher ist die Eschwegerin unermüdlich im Einsatz. Vor dem gelb gestrichenen Holzschuppen hat sie deshalb eine Miniatur-Variante der Gartenlaube aufgestellt. „Hier leben Igel, denen stelle ich auch Futter und Wasser hin“, erzählt Ahrens. Bis zu 13 Igel hat die Bankangestellte schon in ihrem Garten beherbergt. Auch verwundeten Katzen hat sich Ahrens schon angenommen. Von denen streifen jetzt einige durch den Garten und ruhen sich unter den Büschen im kühlen Schatten aus. 

Auch Trinkschalen für Vögel und Insekten hat Ahrens überall auf ihrem Grundstück verteilt. „Ich hatte hier sogar schon einmal einen Eisvogel“, erinnert sich die Tierliebhaberin. Nach dem Jahreszeiten-Rhythmus ihres grünen Paradieses richtet die Eschwegerin sogar ihre Urlaubsplanung. Sie fahre meistens Anfang des Jahres in den Urlaub, da sie sonst jemanden zum Gießen haben müsse, so die Hausbesitzerin. Die freie Tagen in ihrem Gartenparadies zu verbringen macht Martina Ahrens aber nichts aus. Zwischen Blumen, selbst angebautem Gemüse sowie Katzen und Co. gönnt sich die Eschwegerin immer Mal eine Abkühlung im im Garten eigenen Pool. „So kann ich im Sommer wirklich auf Urlaub im Ausland verzichten“, sagt Martina Ahrens und streichelt versonnen einer, sich an ihr Bein schmiegenden Katze, über das Fell.

Paradiese gesucht

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Von Kim Hornickel 

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