Bürgerstiftung Werra-Meißner feierte 10-Jähriges Bestehen mit einem Benefiz-Dinner

Eine Plattform für Engagement

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Plakette vom Bundesverband: Ulrike Reichert (von links) von der bundesweiten Initiative der Bürgerstiftungen überreichte den fünf Vorstandsmitgliedern Ilona Friedrich, Ursula Baumgärtl-Blaschke, Gudrun Lang, Otto Frank und WolfgangFischer eine Plakette und brachte eine Stiftungseinlage mit. Foto: Weber

Eschwege. Vor genau 100 Jahren, 1914, wurde in Cleveland in den USA die erste Stiftung von Bürgern für Bürger gegründet. Seitdem hat sich der Gedanke in alle Welt weitergetragen. In Eschwege feiert die Bürgerstiftung Werra-Meißner in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. In der Anne-Frank-Schule wurde das Jubiläum mit einem viergängigen Benefiz-Dinner begangen.

Fünf Köche aus der Region, Rüdiger Klein vom Teichhof in Grandenborn, Christian Koch aus dem Hotel Pempel in Großalmerode, Christian Pelikan und Timo Wüstemann aus dem Hotel Werratal in Bad Sooden-Allendorf und Björn Sippel aus dem Meißnerhof in Germerode zauberten für die rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ein Mahl aus regionalen Spezialitäten.

Die Getränke stellten die Juice-Box, die Klosterbrauerei und die VR-Bank zur Verfügung. Die Bürgerstiftung Werra-Meißner wurde vor 10 Jahren mit dem Gründungskapital von 47 Stiftern ins Leben gerufen. Heute ist sie auf 115 Stifter angewachsen und wächst ständig weiter. Allein durch die Vorbereitungen zur Jubiläumsfeier konnten 15 neue Stifter gewonnen werden. Ehrengast Ulrike Reichart, die aus Altenburschla stammt, und nun die bundesweite Initiative der Bürgerstiftungen in Berlin vertritt, überreichte am Abend ebenfalls ihre Zustiftung. Und Doppel-Boxweltmeisterin Christina Hammer aus Sontra versprach, die Boxhandschuhe ihres nächsten Kampfes zugunsten der Stiftung zu versteigern.

 Regierungspräsident Dr. Walter Lübke zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Stiftungen in Hessen insgesammt. „Sie tun viel Segensreiches“, sagte er. Landrat Stefan Reuss hob hervor, wie wichtig die Arbeit der Bürgerstiftung ist: „Es können durch die Stiftung im Kreis viele Projekte unterstützt werden, für die keine öffentlichen Mittel da sind.“ Ulrike Reichart betonte, dass aber nicht allein das Geld entscheidend ist. „Eine Stiftung ist auch eine Plattform für bürgerschaftliches Engagement, auf der man sich mit Zeit und Ideen einbringen kann“, sagte sie.

Bilder vom Benefiz-Dinner

Bürgerstiftung Werra-Meißner feierte 10-jähriges Bestehen

Heute hat die Bürgerstiftung Werra-Meißner rund 360 000 Euro Kapital zur Verfügung, wobei die Zinserträge allerdings rückläufig sind, sodass vor allem auch Spendengelder eingesetzt werden. Insgesamt 100 Projekte wurden in den vergangenen zehn Jahren auf diese Weise mit zusammen 80 000 Euro gefördert.

Von Kristin Weber

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