„Ich bin gläubiger Christ und tue das aus Überzeugung“

Einmal im Monat nach Rumänien: Thomas Hoppe fährt Hilfsgüter 1800 Kilometer nach Suceava

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Helfen in Rumänien: die Unternehmer Thomas und Adriana Hoppe.

Einmal im Monat nach Rumänien: Thomas Hoppe fährt Hilfsgüter 1800 Kilometer nach Suceava. 

Als Thomas Hoppe vor zwanzig Jahren den Lkw-Führerschein machte, wollte er nur zum Spaß auch schwere Lastzüge fahren, er wollte den Führerschein nutzen, um zu helfen. „Das war gar nicht so einfach“, erinnert sich der Transportunternehmer. Beruflich hätte er sofort einsteigen können, sein ehrenamtliches Engagement wollte aber niemand.

Beladen mit Hilfsgütern 

Schließlich fand der Eschweger in der Hersbrucker Hilfsorganisation Oase einen dankbaren Abnehmer. Inzwischen fährt der heute 51-Jährige im Durchschnitt einmal im Monat in das 1800 Kilometer entfernte Suceava im Norden Rumäniens. Der schwere Lkw ist dann stets beladen mit Hilfsgütern für die Menschen in der 23.000 Einwohner zählenden Stadt. Kleidung, Lebensmittel, medizinische Hilfsgüter – in Rumänien fehlt es an ganz vielen Dingen.

„Ich bin gläubiger Christ und tue das aus Überzeugung“, sagt Hoppe, dem Dankbarkeit eher peinlich ist. Gemeinsam mit seiner Frau Adriana, die aus Suceava stammt und deren Vater dort Pastor ist und 40 Gemeinden betreut, organisiert er die Touren.

Schuhkartons mit Geschenken 

300 bis 400 Schuhkartons werden Jahr für Jahr mit Geschenken gepackt. Auf dem Speditionshof an der Lessingstraße in Eschwege sortiert die Unternehmerfamilie die Sammlungen von Eschwege hilft, die für das südosteuropäische Land bestimmt sind. Etwa dreihundert Mal war Hoppe schon in Rumänien. Vor allen in den Dörfern abseits der Städte ist die Not groß. „Die Renten liegen selten über 100 Euro“, erzählt Adriana Hoppe. Die Einkommen würden kaum 500 Euro im Monat erreichen. Grundnahrungsmittel seien preiswert, Lebensmittel darüber hinaus aber teurer als in Deutschland. Insbesondere die medizinische Versorgung ist nach Angaben der 41-Jährigen problematisch. Eine Krankenversicherung, die mit der in Deutschland vergleichbar wäre, gebe es nicht. Bei einem Krankenhausaufenthalt werde zwar das Bett bezahlt, nicht aber die medizinische Versorgung. Für Medikamente und ärztliche Leistungen müssten die Patienten selbst aufkommen. Wer Arbeit habe, verfüge normalerweise über eine Versicherung, Rentner hätten eine solche aber nicht.

Medizinische Hilfslieferungen

Entsprechend wichtig wären medizinische Hilfslieferungen, die natürlich ausschließlich über Ärzte weitergegeben würden. Neben Lebensmitteln, Textilien und medizinischen Hilfsmitteln ist die Hilfsorganisation auf Geldspenden angewiesen.

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