64 Schüler beim Zukunftstag bei der Bundespolizei in Eschwege zu Gast

Einsatz mit zwei Fäusten

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Schlagfertig: Die Schüler durften beim Einsatztraining in der Sporthalle mit beiden Fäusten auf einen Polizeiauzubildenden einschlagen. Der war geschützt und merkte von den Schlägen nichts.

Eschwege. Jamie-Lee Schindehütte streckt ihre Hände einem Polizeiauszubildendem entgegen. Die Handschellen klicken, die Schülerin ist „verhaftet“. Natürlich ist dies nur eine kleine Übung. Die Sechsklässlerin besuchte mit 63 anderen Schülern aus 24 verschiedenen Schulen in Hessen und Südniedersachen den Zukunftstag bei der Bundespolizei in Eschwege.

Sechs Mädchengruppen und zwei Jungengruppen haben sich gestern auf dem Gelände der Bundespolizei umgeschaut. Acht Stationen standen auf dem Plan. In der Kriminalistikhalle zeigte Heiko Kunkel, Polizeihauptkommissar und Fachlehrer in der Fachgruppe für Kriminalitätsbekämpfung, einer Jungengruppe Spurensicherungsmethoden. Um Fingerabdrücke sichtbar zu machen, trug er an einem Fensterrahmen Rußpulver auf und sicherte diese auf einer Spurensicherungsfolie. Die Fingerabdrücke konnten dann in einen Computer eingelesen werden.

In einem alten Zugabteil simulierten zwei Polizeianwärter eine Fahrscheinkontrolle und eine Station davor durften ein paar Schülerinnen einmal in einen Polizeiwagen Platz nehmen.

Beim Einsatztraining in der Sporthalle zeigte eine Mädchengruppe besonders viel Einsatz. Sie durften auf einen Polizeiauszubildenden mit beiden Fäusten einschlagen. Dieser trug einen schwarzen, gepolsterten Schutzanzug und merkte von den Schlägen nichts. Ein paar Schülerinnen versuchten auch ein paar Halte- und Festlegetechniken an der Polizeianwärterin Nina Schwarz auszuprobieren, in dem sie ihr unter Anleitung den Arm auf den Rücken drehten und sie nach oben zogen.

„Das Boxen hat am meisten Spaß gemacht“, sagt Jamie-Lee Schindehütte. Auch die Techniken, die sie in der Sporthalle gelernt hat, haben ihr gefallen. Eine Ausbildung bei der Polizei zu absolvieren, könne sie sich gut vorstellen. Emilia Schmidt haben alle Stationen gut gefallen. „Am besten fand ich die mit den Fingerabdrücken“, erzählt die Fünftklässlerin, die gerne auch mal ein Praktikum bei der Polizei absolvieren möchte. Gestern schaute sie erstmal noch bei einer simulierten Kfz-Kontrollstelle zu. Dort durften die Schülerinnen unter Anleitung ein Auto einer Polizistin anhalten und einen Funkspruch abgegeben. Praktische Übungen standen beim Zukunftstag bei der Bundespolizei im Vordergrund und haben den Schülern einen praktischen Einblick in die Berufswelt gegeben.

Von Franziska Kiele

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