Unter Strom

Tüftler von Beruf: Elektroniker vereinen Handwerk mit Technik

Meister und Lehrling: Dominik Benning bildet seit mehreren Jahren junge Menschen zu Elektronikern aus. Seine Arbeit geht er selbst mit Begeisterung nach und möchte diese an seine Azubis weitergeben. Fotos: Ulrike Käbberich

Elektroniker- ein facettenreicher Beruf, der jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten zum Durchstarten bietet. 

Auf die Frage hin, wie er zu seinem Beruf gekommen ist, muss Dominik Benning lächeln: „Ich war schon immer ein Bastler. Habe alles auseinandergenommen und wieder zusammengebaut. Als Kind hätte ich dabei meinen Eltern beinahe mal das Haus niedergebrannt.“ Nach der Schule kam für ihn nichts anderes als eine Lehre zum Elektroniker in Frage. Den Betrieb, in dem er damals lernte, hat er mittlerweile übernommen, hat seinen Meister gemacht und bildet nun selbst aus. Dominik Benning ist somit ein gutes Beispiel, was mit einer fundierten Lehre alles möglich ist und das möchte er auch an seinen Azubis weitergeben: „Elektrotechnik ist ein so vielfältiger Bereich. Man hat hier beste Entwicklungschancen. Wer arbeiten möchte, der findet im Handwerk perfekte Voraussetzungen.“ 

Die Ausbildung macht Spaß

Neu-Azubi Jannik Schweinsberg kann das nur bestätigen. Seit Anfang August ist er nun bei Dominik Benning in der Lehre und nach wie vor von seiner Entscheidung überzeugt: „Mir macht die Ausbildung viel Spaß. Jeder Tag ist anders und die Arbeit ist sehr abwechslungsreich.“ Er hat sich schon immer für alles Elektronische interessiert und deswegen bei Elektrotechnik Benning Probe gearbeitet: „Das hat mich dann schlussendlich davon überzeugt, dass eine Lehre als Elektroniker für mich das Richtige ist.“ Dreieinhalb Jahre wird seine Ausbildung nun dauern. In dieser Zeit findet wöchentlich Unterricht in der Berufsschule in Witzenhausen statt. Zu Janniks Aufgaben gehört auch schon zu Beginn seiner Ausbildung, dass er seine Kollegen auf Baustellen begleitet. Hier kann er Löcher für spätere Kabelkanäle bohren und beim Anbringen von Zählerschränken helfen. Im Betrieb selber können die Azubis in der hauseigenen Werkstatt ihre Fertigkeiten weiter vertiefen. Insgesamt beschäftigt Dominik Benning zurzeit zwei Auszubildende. „Bei der Wahl unserer Lehrlinge ist es uns wichtig, dass man merkt, dass ein wirklicher Wille vorhanden ist. Man muss Lust auf seine Ausbildung haben, ansonsten wird das nichts. Die Azubis müssen anpacken und arbeiten können. Sie benötigen handwerkliches Geschick sowie technisches Verständnis.“ Der Chef selbst ist seit nunmehr 24 Jahren im Beruf und immer noch mit Begeisterung dabei: „Unser Beruf ist wirklich sehr vielseitig. Durch technische Innovationen kommen immer wieder neue Aspekte hinzu. Außerdem haben wir mit Kunden, Architekten, Bauplanern und vielen weiteren Gruppen zu tun; das allein sorgt für Abwechslung und macht mir persönlich viel Spaß.“ Stillstand kennt Benning eh nicht. Für nächstes Jahr plant er zusammen mit seiner Frau den Umzug der Firma auf den Hessenring. „Dort haben wir dann mehr Platz und endlich ausreichend Kundenparkplätze direkt vor der Tür.“ 

Drei Fachrichtungen: Gebäude, Automaten und Telekommunikation

Hat seine Lehre im August begonnen: Jannik Schweinsberg wird innerhalb von dreieinhalb Jahren zum Eletroniker ausgebildet.

Als Elektroniker ist man in einem sehr großen und vielfältigen Arbeitsfeld tätig. Daher kann man aus drei Fachrichtungen wählen und in den Feldern Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik oder Informations- und Telekommunikationstechnik tätig sein. Elektroniker können Gebäude - vom Flughafen bis zum Einfamilienhaus - managen. Dabei kümmert sich der Elektroniker beispielsweise um Fotovoltaikanlagen, Schalt-, Verteilanlagen und Netze. Aber auch elektrische Wärmepumpen und Beleuchtungsanlagen gehören dazu. Darüber ist man zuständig für Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag und für Blitz- und Überspannungsschutzsysteme. Ein zweiter Arbeitsbereich für Elektroniker sind Automatisierungssysteme wie speicherprogrammierbare Steuerungen und entsprechende Programme. Mit ihrer Hilfe erhalten mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch angetriebene Automaten und Roboter die Befehle für das, was sie tun sollen. Und drittens können Elektroniker im Feld der Informations- und Telekommunikationstechnik dafür sorgen, dass über Internet, E-Mail, Telefon, Fax und Bildschirmkonferenz die Verständigung mittels Sprache, Text und Bildern über weite Entfernung möglich ist. Gefahrenmeldeanlagen, Konferenztechnik in Tagungsräumen sowie Signal- und Sprechanlagen im Wohnungsbereich ergänzen das Spektrum dieses spannenden Ausbildungsberufs.

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