Behinderte junge Erwachsene werden selbstständig

Elisabethpreis für Werraland-Projekt

Eschwege. Die gemeinnützigen Werraland-Werkstätten aus Eschwege haben mit ihrem Wohnprojekt den Elisabethpreis 2013 gewonnen. Die Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau vergibt in Kooperation mit den Diakonischen Werken in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck den „Preis der Diakonie in Hessen“. Ausgezeichnet werden zukunftsweisende Ideen, Konzepte und Projekte: in diesem Jahr zum Thema „Übergänge partizipativ gestalten“. Das Preisgeld beträgt 12 000 Euro und wurde unter den vier Preisträgern aufgeteilt.

Das Projekt „Wohnbildungsbereich“ ist eine ambulant betreute Wohnform für den Übergang vom Jugendalter zum Erwachsenenalter. Das Angebot richtet sich an junge Erwachsene mit einer geistigen Behinderung, die bisher im geschützten Rahmen einer Familie oder eines Wohnheims gelebt haben. Die inhaltliche Konzeption sieht vor, dass die jungen Erwachsenen von Beginn an in ihrem Rahmen die Alltagswirklichkeit gestalten, Entscheidungen treffen und selbst die Eckpunkte in dieser Übergangsphase setzen.

Seit zwei Jahren läuft das Projekt bei den Werraland-Werkstätten jetzt. „Das Projekt kommt an, nicht nur bei der Jury des Elisabethpreises“, sagt Andrea Röth-Heinemann aus dem Vorstand der Werraland-Werkstätten. Fünf junge Menschen aus diesem Projekt haben den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt. (ts)

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