In Berkatal will der Bürgermeister genau wissen, welchen Betreuungsbedarf es gibt

Eltern werden befragt

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Vom nächsten August an haben Eltern von Kindern ab dem zweiten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Betreuung.

Eschwege. Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze will es ganz genau wissen. Der Verwaltungschef verlässt sich deswegen nicht auf die theoretischen Bedarfszahlen, sondern lässt bei den Eltern nachfragen. Wenn die Erziehungsberechtigten vom August kommenden Jahres an einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder ab dem zweiten Lebensjahr haben, will die Gemeinde Berkatal den auch erfüllen.

Voraussichtlich wird es dann 14 Plätze geben. Von den heutigen acht sind momentan sechs belegt. In Weißenborn wird der aktuelle Bedarf der Eltern befriedigt, woran sich mit dem gesetzlichen Anspruch auch nichts ändere, so Bürgermeister Thomas Mäurer. Kurzfristig könne mit Plätzen bei einer Tagesmutter reagiert werden. „Keine Probleme mit der Unterbringung“ sieht Herleshausens Bürgermeister Burkhard Scheld.

Bernd Becker von der Gemeinde Wehretal berichtet von aktuell 28 Plätzen für die ganz kleinen Tagesstättenbesucher, die belegt seien. Weiterer Bedarf werde in Wartelisten dokumentiert. Im nächsten Sommer solle die Quotenvorgabe erfüllt sein. In Waldkappel gibt es gegenwärtig 31 Betreuungsplätze, weitere zehn, so Tim Gunkel, werden noch geschaffen. Die Eltern von 110 Kindern haben theoretisch vom August 2013 an einen Anspruch.

In den drei Meinharder Kindergärten können insgesamt 20 Mädchen und Jungen betreut werden. „Im August mussten noch Kinder zurückgewiesen werden, inzwischen haben wir die Warteliste aber abgearbeitet“, sagt Stephanie Flügel. Zusätzlichen Bedarf sieht Bürgermeister Hans Giller im Moment nicht. Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel lässt das Angebot für die Jüngsten kontinuierlich ausbauen und ist guter Dinge, die Quote zum Stichtag erfüllen zu können. Eschwege ist nach Angaben von Sozialamtsleiter Hartmut Adam schon weiter. In der Kreisstadt gibt es heute 132 Plätze in Tagesstätten und bei Tagesmüttern für die Jüngsten. Nächstes Jahr wird das Angebot ausgebaut, die Quote liegt dann bei 36 Prozent.

Die 20 U-3-Plätze in Wanfried sollen, so Christoph Hoffmann von der Stadtverwaltung, bis August 2013 um zehn auf 30 erweitert werden. 21 Krippenplätze, so Tatiana Duclos, stünden im Ringgau zur Verfügung, zwölf davon ab August für die unter Zweijährigen.

Von Harald Sagawe

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