Wettbieten um alten Lokschuppen

Eltmannshausen: Ehemaliges Bahngebäude für 33.000 Euro versteigert

+
Markantes Gebäude: Der ehemalige Ringlokschuppen der Bahn steht heute unter Denkmalschutz. Früher wurden hier bis zu 16 Dampfloks abgestellt, gewartet und repariert. Seit Ende der 1980er-Jahre steht das Gebäude leer.

Berlin/Eltmannshausen. Der imposante Ringlokschuppen in Eltmannshausen ist am vergangenen Freitagnachmittag in Berlin für 33.000 Euro versteigert worden.

Wer der Käufer ist und welche Pläne er für das denkmalgeschützte Ensemble hat, bleibt zunächst unbekannt: Er gewann als Telefonbieter und trat bei der Auktion unweit des Berliner Luxus-Kaufhauses Lafayette nicht persönlich in Erscheinung.

Der Bieter-Wettstreit

Anwesend war dafür der bis zum Ende härteste Konkurrent des Gewinners. Lange ging der Mann mittleren Alters in diesem Wettstreit um ein Stück Eschweger Bahngeschichte mit. Aber sobald er 500 Euro mehr bot, legte der Telefonbieter gleich weitere 1000 Euro drauf. So entfernte sich der Preis für das Areal binnen kurzer Zeit vom symbolischen Mindestgebot von 1500 Euro in ungeahnte Höhen. Nur zwei Minuten lagen zwischen 20.000 und 30.000 Euro für das denkmalgeschützte, aber möglicherweise abbruchreife Gebäude.

Und nachdem die 33.000 Euro aufgerufen waren, hob auch der Bieter im Saal nicht mehr die Hand. Mehr, als dass er aus Eschwege komme, wollte er anschließend nicht verraten – auch nicht seine Idee, die er nun nicht mehr verwirklichen kann.

Von Ingmar Höfgen

Mehr über die Geschichte des denkmalgeschützten Bahngebäudes und die Pläne des neuen Besitzers, lesen sie in der gedruckten Mittwochsausgabe und im E-Paper der Werra-Rundschau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare