Focus-Money-Magazin vergleicht Landkreise auf Wirtschaftskraft

Wirtschaftskraft: Kreis Schlusslicht in Hessen

Werra-Meißner. Im diesjährigen Ranking der erfolgreichsten Landkreise Deutschlands schneidet der Werra-Meißner-Kreis weiter schlecht ab. Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat 381 Landkreise und kreisfreie Städte untersucht, der Werra-Meißner-Kreis steht auf Rang 367.

Damit ist er im Ranking der wirtschaftsschwächste Kreis in Hessen, im Vergleich zum Vorjahr hat er sich sogar um vier Plätze verschlechtert. 

Auf Platz 1 steht in diesem Jahr Böblingen in Baden-Württemberg, in Nordhessen liegt der Landkreis Waldeck-Frankenberg auf Rang 125 vorne, der sich um 55 Plätze verbessert hat. Darauf folgt der Landkreis Kassel auf Rang 130. 

In der Untersuchung wurden den Regionen Punkte für die sieben Kriterien Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt, Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Bruttowertschöpfung, verfügbares Einkommen privater Haushalte, Veränderung der Erwerbstätigenzahl, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe und Veränderung der Bevölkerungszahl gegeben. Dabei schneidet der Werra-Meißner-Kreis im Vergleich zu den anderen nordhessischen Regionen schlecht bei der Arbeitslosenquote (5,9 Prozent im Jahr 2016) und dem verfügbaren Einkommen (19.713 Euro je Einwohner im Jahr 2015) ab. 

Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, und Michael Ludwig, Leiter des Servicezentrums Werra-Meißner der Industrie- und Handelskammer, sehen das Ranking kritisch: „Die Vergleiche hinken, wenn, wie geschehen, nur einige wenige harte Faktoren betrachtet werden.“ Bei den weichen Faktoren stelle sich der Kreis aufgrund gut funktionierender Betreuungsnetzwerke und umfangreicher Freizeitangebote besonders für Familien als attraktiver Lebensraum dar. Aktuell gebe es im Kreis eine positive Entwicklung, die auch im aktuellen IHK-Konjunkturbericht dargestellt sei.

Von Elisa Brinkhoff  

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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