13 Geflüchtete schnuppern in Berufswelt

Erfolgreicher Schritt in die Zukunft: 13 Geflüchtete schnuppern in Berufswelt

Erfolgreicher Schritt in berufliche Zukunft: 13 Geflüchtete absolvieren Berufsorientierung in Eschwege.
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Erfolgreicher Schritt in berufliche Zukunft: 13 Geflüchtete absolvieren Berufsorientierung in Eschwege.

Insgesamt 13 Menschen mit Migrationshintergrund absolvierten eine auf sie zugeschnittene Berufsorientierung des Bildungswerks der nordhessischen Wirtschaft im Rahmen des Landesprojekts „Wirtschaft integriert“.

Eschwege - Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, Guinea und Nigeria. Sie haben bewegende Geschichten zu erzählen, saßen auf ihrer Flucht teilweise mehrere Jahre in Griechenland oder der Türkei fest, arbeiteten dort für Hungerlöhne. Irgendwie schafften sie es nach Deutschland. Und jetzt wollen sie hier auch beruflich Fuß fassen.

Insgesamt 13 Menschen mit Migrationshintergrund absolvierten eine auf sie zugeschnittene Berufsorientierung des Bildungswerks der nordhessischen Wirtschaft im Rahmen des Landesprojekts „Wirtschaft integriert“.

„Das Berufliche Ausbildungszentrum der Werraland Lebenswelten als unser Kooperationspartner bietet hierfür hervorragende Möglichkeiten“, sagt Alexander Lieberknecht, pädagogischer Mitarbeiter von „Wirtschaft integriert“. Insgesamt 14 Wochen konnten sich die Teilnehmer in verschiedenen Berufsfeldern erproben.

Seit elf Monaten in Deutschland

Einer von ihnen ist Samvel Ohan. Der 21-jährige Syrer ist erst seit elf Monaten in Deutschland, spricht aber schon sehr gut Deutsch. „Und das ohne Sprachkurs. Samvel hat sich unsere Sprache selbst beigebracht, davor kann man nur den Hut ziehen“, sagt Christian Bierschenk, Leiter des Beruflichen Ausbildungszentrums (BAZ) in Eschwege. So motiviert Samvel beim Erlernen der Sprache ist, so motiviert war er auch in den 14 Wochen der Berufsorientierung.

Wie alle anderen Teilnehmer probierte er sich in drei Fachabteilungen des BAZ aus. Samvel entschied sich für Maler und Lackierer, Zerspanungstechnik und Industriemechanik. „Industriemechanik hat mir sehr viel Spaß gemacht, in diesem Bereich möchte ich gerne eine Ausbildung absolvieren“, sagt der 21-Jährige.

„Sind ständig auf der Suche nach Praktikumsstellen“

Ein weiterer Schritt zu seinem Ziel ist ein sechsmonatiges Praktikum beim Familienunternehmen Feußner in seinem Wohnort Wanfried. „Wir sind ständig auf der Suche nach Praktikumsstellen für unsere Absolventen, damit sie weiter dazulernen können in ihrem favorisierten Berufsfeld“, sagt Alexander Lieberknecht.

Neben der praktischen Arbeit enthielt die Berufsorientierung die theoretischen Module Berufsbildungssystem, Bewerbungstraining und berufsbezogenes Deutsch. „Ich habe sehr viel lernen können, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Samvel Ohan bei der Zertifikatsübergabe im Beruflichen Ausbildungszentrum. „Es war eine abwechslungsreiche und spannende Zeit. Sie haben das alle sehr gut gemeistert. Bleiben Sie weiterhin so motiviert und zielstrebig“, sagt auch Bierschenk.  (red/jes)

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