"Nicht der Völlerei hingeben"

Hunger zu spüren ist wichtig: Ernährungstipps für die Zeit nach den fetten Tagen

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Ernährungsberaterin: Luisa Schmidt hat Tipps für die Zeit nach den fetten Tagen. Es darf dann auch mal etwas sparsamer sein.

Nach den Feiertagen darf die Ernährung ruhig einmal etwas sparsamer sein, zumal mit der Party zum Jahreswechsel schon der nächste Kalorien-Angriff wartet.

Endlich einmal Zeit für das ausgedehnte Frühstück mit der Familie. Auch wenn der Heiligabend unterm Tannenbaum bei Vanillekipferl, Kokosmakronen, Punsch und anderen Leckereien schon üppig war, beim gemeinsamen Frühstück am Weihnachtsfeiertag wird nicht gegeizt. 

Nahezu übergangslos geht es zum Mittagstisch. Der Klassiker wartet: Gans mit leckerer Soße, Klößen und Rotkohl, eine Vorspeise sollte nicht fehlen, das Dessert ebenso wenig. Und am Nachmittag stehen die süßen Backwaren aus Großmutters Rezeptbuch auf der reich gedeckten Kaffeetafel.

Nach den Feiertagen darf es dann ruhig einmal etwas sparsamer sein, zumal mit der Party zum Jahreswechsel schon der nächste Kalorien-Angriff wartet. „Statt zum Essen kann man sich dann auch mal zur Bewegung treffen“, rät Diätassistentin Luisa Schmidt zu gemeinsamen Spaziergängen. 

„Bei Bewegung ist alles besser als nichts“, sagt die Ernährungsberaterin der Betriebskrankenkasse (BKK) Werra-Meißner. Das könne schon damit beginnen, dass das Brötchen holen zum Frühstück mit einem Spaziergang verbunden wird. Jeden Tag eine halbe Stunde Bewegung fördere das Herz-Kreislauf-System und sei allemal besser als nur auf dem Sofa zu sitzen.

Leicht, kalorienarm und dennoch schmackhaft

Das Frühstück darf nach Ansicht Schmidts aber ruhig auch einmal ausfallen. Oder: Statt Croissant mit Marmelade könnten Müsli und Gemüse-Omelett zum Start in den Tag gewählt werden. Mahlzeiten insbesondere die kleinen zwischendurch könnten leicht, kalorienarm und dennoch schmackhaft zubereitet werden. Rezepte gebe es reichlich.

Bewusste Ernährung, so Luisa Schmidt, beginne aber schon damit, dass man sich erst gar nicht hemmungslos der Völlerei hingibt. „Man soll und muss natürlich genießen“, sagt sie, „Genuss sollte man nicht bereuen. Es ist ganz schlimm, wenn die Leute beim Essen ein schlechtes Gewissen haben.“ Aber etwas auf die Menge zu achten, schade nicht, „weil man ja weiß, dass es einem sonst nicht gut geht“.

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