Erst Schnee sorgt für Wechsel der Autoreifen

Werra-Meißner. Nicht alle Autofahrer im Werra-Meißner-Kreis ziehen Winterreifen auf ihre Reifen auf nach der Faustregel „von O bis O“, also Oktober bis Ostern. Etliche warten, bis der Winter auch sichtbar wird. Das ist in den Tallagen später der Fall als in den höher gelegenen Gegenden, ergab eine kleine Umfrage bei Reifenservice-Firmen.

Die Stammkunden, die ihre Reifen einlagern, sind vor dem Winter alle bereits in der Werkstatt gewesen, sagt Ivan Ganclevskij, der Inhaber von Reifen-Rösner in Eschwege. Doch von den Fahrzeughaltern, die ihre Winterreifen über den Sommer daheim aufbewahren, seien 60 Prozent in diesem Jahr noch nicht zum Umstecken vorgefahren. Im vorigen Jahr sei das Geschäft um diese Zeit dagegen schon ziemlich durch gewesen. „Es muss halt erst weiß werden“, nennt Ganclevskij als Grund. Bodenfrost allein veranlasse noch nicht alle zum Pneuwechsel – trotz Winterreifen-Pflicht.

 Im Raum Hessisch Lichtenau sieht das anders aus: „Meine Kunden haben schon alle umgerüstet“, sagt Frank Horn, Inhaber des gleichnamigen Reifen- und Kfz-Handels in Hirschhagen. Schon Anfang Oktober seien die meisten zum Reifenwechsel gekommen. Im vorigen Jahr, als erst im Januar richtig Schnee gelegen habe, hätte die Nachfrage erst viel später eingesetzt. 

Anfang Oktober sei der Hauptandrang in seiner Werkstatt gewesen, sagt Egbert Vogt vom gleichnamigen Reifen-Center. Er hat festgestellt, dass die Fahrzeughalter immer früher kommen. Doch voriges Jahr, als früh der erste Schnee gefallen sei, habe man im Oktober noch mehr zu tun gehabt. In diesem Jahr hat Vogt „nichts dagegen, wenn es noch mal schneit“. Allerdings geht der Trend seiner Beobachtung zufolge zu Ganzjahresreifen, insbesondere für Fahrzeuge, die seltener bewegt werden, spricht er von einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent. Das gleiche den Rückgang beim Winterreifen-Geschäft aus. (sff)

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