Hessenweit nur insgesamt sechs bis acht Zentren

Erste Absagen wegen Corona: Ostermarkt und Beräunertreffen in Witzenhausen fallen aus

03.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Essen: Canan Emcan, Stationsleiterin auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen, steht in Schutzkleidung und mit einer Atemmaske in einer Schleuse und hält ein Abstrichröhrchen in den Händen. Foto: Marcel Kusch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Aus Angst vor einer Ausbreitung des Corona-Virus fällt in diesem Jahr der traditionelle Ostermarkt in Witzenhausen am 21. und 22. März aus. Das bestätigt Michael Göbel, Vorsitzender des Arbeitskreises Europäische Jugendwoche.

Der parallel geplante verkaufsoffene Sonntag und das 1. Witzenhäuser Streetfood-Festival sollen nach derzeitigem Stand stattfinden, sagt Johannes Siebold von der Tourist-Information Witzenhausen. Hingegen ist das Beräunertreffen auf Burg Ludwigstein vom 20. bis 22. März, bei dem Jugendbünde aus ganz Deutschland zum Singewettstreit antreten, abgesagt worden.

Imkertreffen findet statt

Das für dasselbe Wochenende geplante große hessenweite Imkertreffen in Eschwege, zu dem ebenfalls mehr als 500 Besucher aus ganz Deutschland erwartet werden, soll nach Aussage der Veranstalter bisher noch wie geplant stattfinden.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in Hessen auf Hochtouren. Dazu gehört die Einrichtung von zentralen Untersuchungsstellen. Bisher unbestätigten Meldungen zufolge werde es hessenweit nur insgesamt sechs bis acht Zentren geben – möglicherweise keines davon direkt im Werra-Meißner-Kreis.

Nur sechs bis acht Zentren hessenweit

Personen, die mit oder ohne Krankheitssymptome aus einem der Risikogebiete kommen, können sich ab sofort unter der Zentralnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) 116 117 melden. Dort wird telefonisch nach einem strengen Schema des Robert-Koch-Institutes (RKI) eine erste Anamnese durchgeführt und bei einem begründeten Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus an das nächst gelegene Untersuchungszentrum für einen Test-Abstrich weitervermittelt. Der ÄBD vergibt dann eine ID-Nummer, mit der die Betroffenen die Untersuchungsstelle aufsucht. 

Risikogebiete

Zu den Risikogebieten gehören laut dem RKI aktuell Norditalien und Südtirol mit der Provinz Bozen, dem Trentino, der Lombardei, die Provinz Padua und Venetien sowie Gebiete in China, Iran und Südkorea. 

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