Der erste Kontakt zur hessischen Justiz führt über Eschwege

Digitaler Service Point: Amtsgerichtsdirektor Dr. Alexander Wachter und Rechtspflegerin Juliane Degenhardt stellen den Digitalen Service Point vor. Unter der Nummer 0800/9 63 21 47 sind landesweit die hessischen Justizbehörden zu erreichen. Foto: Sagawe

Eschwege – Zu Beginn war die Nachfrage recht mau. Inzwischen nehmen die Mitarbeiter des Digitalen Service Points der hessischen Justiz rund 700 Anrufe pro Monat entgegen und beantworten etwa 250 E-Mails.

Die zentrale Anlaufstelle für den Erstkontakt mit den Justizbehörden für das gesamte Bundesland hat seit September seinen Sitz in Eschwege.

„Abseits einer rein zahlenmäßigen Betrachtung kann ich feststellen, dass die Rechtsuchenden, die den Service Point in Anspruch genommen haben, außerordentlich zufrieden und dankbar für die geleistete Unterstützung sind“, sagt Amtsgerichtsdirektor Dr. Alexander Wachter.

Zwei Stellen wurden am Amtsgericht in Eschwege für die zusätzliche Aufgabe eingerichtet; sieben der 22 Rechtspfleger in der Kreisstadt teilen sich die Aufgabe. Dr. Wachter rechnet damit, dass mindestens sechs weitere Stellen geschaffen werden, wenn das Angebot länger zur Verfügung steht und beim Bürger erst richtig bekannt ist.

Der Service Point ist eine echte Erstanlaufstelle. Juristische Beratung dürfen der Anrufer und der E-Mail-Schreiber nicht erwarten. Nachlass- und Betreuungsangelegenheiten sind nach Angaben Dr. Wachters besonders gefragt. „Dabei können die Mitarbeiter auch gleich richtig helfen“, sagt Dr. Wachter. Auskünfte über Gerichtsverfahren, nach dem Motto: „Was hat mein Nachbar denn gekriegt?“, sind nicht zu bekommen. Dr. Wachter: „Das geht natürlich nicht.“

Die Erstkontakt-Mitarbeiter sind geschult, schwierige Situationen zu beherrschen. Allerdings: „Bisher hat noch niemand so richtig Dampf abgelassen, aber das wird kommen“, sagt der Amtsgerichtsdirektor.

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