Einzug schon Ende 2019

Alte Fabrikhallen weichen bis zu 68 neuen Wohnungen in vier Stadtvillen

Millioneninvestition: Auf dem Gelände an der Niederhoner Straße werden die alten Fabrikhallen des früheren Bilderrahmenherstellers Becker und Hach abgerissen. Bis zu zwanzig Millionen Euro will der Bauherr in vier Stadtvillen investieren. Foto: Sagawe

Eschwege. Für Mitte kommender Woche ist die Baugenehmigung zugesagt, seit einigen Tagen ist das Abrissunternehmen mit der Beseitigung der alten Fabrikationshallen beschäftigt.

Im ersten Abschnitt plant die Bad Hersfelder Bau- und Projektgesellschaft ISB auf dem Gelände des früheren Bilderrahmenherstellers Becker und Hach an der Niederhoner Straße in Eschwege zwei Stadtvillen mit jeweils 17 Wohnungen.

„Im Dezember 2019 können die Bewohner einziehen“, verspricht ISB-Geschäftsführer Christoph Werth. Schon zu einem früheren Zeitpunkt möchte das Unternehmen nach Angaben von Geschäftsführer Ingo Sauer mit dem zweiten Bauabschnitt beginnen. Zwei weitere Gebäude mit ebenfalls jeweils 17 Wohnungen sieht der vor. 68 Wohnungen könnten so auf dem 10.000 Quadratmeter großen Areal insgesamt entstehen.

„Die Nachfrage ist groß“, sagt Sauer. Für neun Wohnungen gibt es schon vor Baubeginn verbindliche Reservierungen, 50 weitere Interessenten würden kaufen wollen. Zwischen 65 und 165 Quadratmeter messen die Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen. Die Preise liegen zwischen 160.000 Euro und 450.000 Euro für das Penthouse mit umlaufender Dachterrasse; zuzüglich Nebenkosten, beispielsweise für den Parkplatz in der Tiefgarage.

„Es macht großen Spaß, in Eschwege zu bauen“, lobt Sauer die Behörden in der Kreisstadt. „Hier wird nicht gesagt, was nicht geht, jeder sagt nur, wie es geht“, sagt er beim Ortstermin mit Stadtplaner Gerhard Duppe. Der Rathaus-Mitarbeiter spricht von den städtebaulichen Akzenten, die im Bahnhofumfeld seit der Inbetriebnahme des Stadtbahnhofs vor knapp zehn Jahren gesetzt würden, und davon, dass die neue Wohnanlage ein weiterer Baustein sei in diesem Konzept. Bis zu zwanzig Millionen Euro investieren die Bad Hersfelder Projektentwickler auf dem Grundstück zwischen Niederhoner Straße und Werra.

Bevor es mit dem Bau der Wohngebäude richtig losgehen kann, muss der Kampfmittelräumdienst auf das Gelände. Untersuchungen hätten zu Verdachtsmomenten hinsichtlich nicht detonierter Weltkriegsbomben geführt. „Vermutlich liegt da nur Altmetall“, vermutet Duppe. Aber ganz genau weiß das niemand.

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