Stimmen in Innenstadt gesammelt

Amnesty International: Eschweger Ortsgruppe setzt sich für Pressefreiheit ein

Jede Unterschrift zählt: Festivalbesucher Daniel und seine Freunde geben Simon Wiese (links) von der Eschweger Ortsgruppe von Amnesty International gerne ihre Stimme. Foto: Funk

Eschwege. Ein Zeichen für die Pressefreiheit setzen: Das konnten die Passanten in der Eschweger Innenstadt unter anderem am vergangenen Samstag während des Open Flairs am Stand der Eschweger Ortsgruppe von Amnesty International (AI) tun.

Unübersehbar war der Stand der Menschenrechtsorganisation Amnesty International von 8.30 bis 18 Uhr in der Nähe des Lohgerberbrunnens aufgestellt. Neben allgemeinen Informationen über die Organisation ging es den Mitgliedern hauptsächlich darum, möglichst viele Unterschriften für die Freilassung der in der Türkei inhaftierten Journalisten und Menschenrechtsaktivisten zu sammeln. „Die Unterschriften werden im Berliner Hauptsitz gesammelt und gebündelt an den Justizminister der Türkei, Abdülhamit Gül, gesendet“, erklärt AI-Mitglied Isabel Gomes-Leps.

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei 2016 seien laut AI mehr als 160 Medienbetriebe in dem Land geschlossen sowie Medienschaffende verfolgt worden. Dabei seien etwa 120 Journalisten, darunter auch der Deutsche Deniz Yücel, unter dem Vorwand Terrorismus verhaftet worden. Der Vorsitzende von Amnesty in der Türkei, Taner Kiliç, und die Direktorin der türkischen Amnesty-Sektion Idil Eser sind ebenfalls in der Türkei inhaftiert.

„Ihnen wird vorgeworfen, durch ihr Handeln eine ,Straftat im Namen einer terroristischen Organisation' begangen zu haben“, berichtet der Pressesprecher der Ortsgruppe Eschwege, Simon Wiese. Schon wenige Stunden nach dem Start der Unterschriften-Aktion waren die Blätter der AI-Mitglieder mit Hunderten von Unterschriften gefüllt und die Mitglieder höchst zufrieden mit der regen Teilnahme. (dir/mf)

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