Eschwege: Azubis leiten für einen Tag das Tegut-Lädchen

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Einen Tag die Verantwortung tragen: In den Läden von Aufwind leiten die Azubis einen Tag lang den Laden eigenständig. Von links: Selina Wallek, Vanessa Biehl, Nicole Schweitz und Denise Fehrmann. 

Einen Tag lang hatten in den Läden von Aufwind die Auszubildenden den Hut auf.

Am ersten Auszubildendentag führten sie in Eigenregie das Tegut-Lädchen an der Wendischen Mark in Eschwege, räumten die Regale ein, machten die Kasse. „Ich bin etwas aufgeregt“, sagte Nicole Schweitz. „Die Abläufe kennen wir ja alle ganz genau, das Schwerste ist es, die Verantwortung zu tragen. Aber wenn wir einmal fertig sind mit der Ausbildung, dann muss es ja auch klappen.“ Und es klappt jetzt schon alles reibungslos.

Sieben Lebensmittelläden betreibt der Verein Aufwind im Werra-Meißner-Kreis mit seiner Integrationsfirma, der Stellenwert GmbH, und in Kooperation mit Tegut und Nahkauf. An den sieben Standorten gibt es derzeit neun Auszubildende.

Menschen mit Behinderung ausbilden

„Das Besondere bei uns ist, dass wir unter anderem auch junge Menschen mit Behinderung ausbilden“, sagt Aufwind-Vorstand Andrea Röth. „Außer bei uns werden solche Ausbildungsplätze nicht oft angeboten, denn die jungen Menschen haben teilweise einen besonderen Förderbedarf und wir kümmern uns intensiv um sie.“

Am Auszubildendentag arbeiten die Azubis mit und ohne Behinderung in der Gruppe zusammen und lernen so Eigenständigkeit beim Arbeiten. Ihre Ausbilderinnen Silke Ludwig und Ingrid Möller sind im Laden zwar vor Ort mit dabei, doch sie halten sich so gut wie möglich im Hintergrund.

„Die Auszubildenden haben alles gut im Griff“, sagen die Frauen. „Heute müssen die Azubis selbst die Initiative ergreifen, planen und auch den Kontakt mit den Kunden suchen. So verstehen sie die Abläufe im Laden noch einmal besser und fühlen sich auch selbst verantwortlich.“

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