130.000 Euro für die Begegnungsstätte

Eschwege: Begegnungsort für Geflüchtete bleibt dank Förderung bestehen

Freuen sich über den Fortbestand der Begegnungsstätte: (von links) Wilfried Schreiber, Felix Martin, Projektkoordinatorin Isabel Gomes-Leps, Knut John, Charly Montag, Annemarie Truniger und Aylin Abhau vor den Räumlichkeiten am Eschweger Hospitalplatz. 
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Freuen sich über den Fortbestand der Begegnungsstätte: (von links) Wilfried Schreiber, Felix Martin, Projektkoordinatorin Isabel Gomes-Leps, Knut John, Charly Montag, Annemarie Truniger und Aylin Abhau vor den Räumlichkeiten am Eschweger Hospitalplatz. 

Auch in den nächsten drei Jahren kann die Begegnungsstätte Vielfalt/Diversity am Eschweger Hospitalplatz weiter betrieben werden, da Fördermittel vom Land zugesagt wurden.

Am Montagnachmittag trafen sich die Betreiber der Begegnungsstätte zusammen mit Ehrenamtlichen und Vertretern der Politik unter Corona-Auflagen zu einem Pressegespräch. 

„Wir sind überglücklich über die Förderung, aber wir freuen uns auch darüber, dass unser eingereichtes Konzept, nämlich die stärkere Einbindung von Frauen mit Migrationshintergrund, überzeugt hat“, so Projektkoordinatorin Isabel Gomes-Leps.

Die Mittel stammen aus dem WIR-Programm des Landes Hessen, das sich für die Förderung von Integrationsmaßnahmen im Themenfeld Zuwanderung und Migration einsetzt. Insgesamt fließen mehr als 131 000 Euro Fördermittel in den Fortbestand der Begegnungsstätte.

Auch die Stadt Eschwege muss sich beteiligen

Auch die Stadt Eschwege muss sich im gleichen Umfang beteiligen. „Ich freue mich sehr, dass es eine weitere WIR-Zusage gibt und die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann. Die Begegnungsstätte ist ein wichtiger Partner und ein starker Baustein für ein gelebtes Miteinander“, ließ Bürgermeister Alexander Heppe ausrichten, der zum Pressetermin verhindert war.

In dem neuen Förderantrag legte die Begegnungsstätte den Fokus auf die Demokratisierung und die stärkere Einbindung von Geflüchteten in die Aufnahmegesellschaft. 

„Diese Förderung ist keine Selbstverständlichkeit, aber absolut notwendig. Es braucht eine Anlaufstelle für Geflüchtete und Ehrenamtliche“, so Landtagsabgeordneter Felix Martin von den Grünen, der die Antragsstellung unterstützte.

Die Eschweger Begegnungsstätte ist auch ein Lernort

Die Begegnungsstätte ist seit drei Jahren Anlaufstelle für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Interessierte. Sie ist Lern-, Spiel- und Austauschstätte. Auch verschiedene Gruppierungen treffen sich unter normalen Umständen regelmäßig in den Räumen.

„Viele Bürger brauchen unsere Unterstützung mit einem niederschwelligen Zugang, und das können wir hier sicherstellten“, sagt Karl „Charly“ Montag, der sich ehrenamtlich engagiert.

„Aktuell helfen wir oft über Telefon oder Videotelefonie, hoffen aber, dass es in den nächsten Wochen wieder langsam losgehen kann“, sagt Wilfried Schreiber vom Förderverein Arbeit, Recycling und Design, der die Eschweger Begegnungsstätte betreibt.

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