Demokratie unter Druck: Diskussionsrunde mit Michael Roth

+
Stellten sich auch kritischen Fragen: Integrationslotsen-Koordinator Ramiz Arifi (von links), Staatsminister Michael Roth, Dr. Karamba Diaby, Bundestagsabgeordneter aus Halle und Katharina Franke, Koordinatorin des Bundesprogramms „Demokratie leben“ im Werra-Meißner-Kreis waren die Referenten bei der Diskussionsrunde in der Eschweger Stadthalle. 

Eschwege. In Zeiten von Rechtspopulisten und sozialen Medien stellt sich zunehmend die Frage nach der Bedrohung der Demokratie. Deshalb hatte der heimische Bundestagsabgeordnete und Staatsminister Michael Roth (SPD) am Samstagabend zu einer Diskussionsrunde in die Eschweger Stadthalle eingeladen.

Neben Roth stellten sich auch Katharina Franke, Koordinatorin des Bundesprogramms „Demokratie leben“ im Werra-Meißner-Kreis, Dr. Karamba Diaby, Bundestagsabgeordneter aus Halle mit senegalesischen Wurzeln, und Integrationslotsen-Koordinator Ramiz Arifi den Fragen des Publikums und gaben einen Einblick in ihre Arbeit.

Eine sehr persönliche Geschichte hatte Diaby mitgebracht: Er berichtete von offenen Anfeindungen und Bedrohungen über soziale Netzwerke und sogar auf postalischem Weg: Viele Menschen haben mittlerweile keinerlei Hemmungen mehr, Anfeindungen offen unter ihrem Namen und ihrer Adresse zu schreiben.“

Daraufhin kam im Publikum die Frage nach der Ursache für den Populismus und was man dagegen tun kann auf. Roth sah dies vor allem darin, dass Deutschland viel bunter geworden sei, daraus ergebe sich eine Unübersichtlichkeit und eine Angst vor dem Verlust der Heimat, was zu Verunsicherungen führe. Als Umgang mit dieser schlug Roth einen konstruktiven und regelmäßigen Dialog vor.

Von Selina Kaiser

Welche weiteren Ideen zur Strärkung der Demokratie in der Diskussionsrunde besprochen wurden, lesen sie in der gedruckten Montagsausgabe der Werra-Rundschau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare