Linke: „Situation nicht akzeptabel“

Eschwege: Stadtverordnete diskutieren über Kreuzung an der Werrabrücke

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Typische Situation: Seit die Verkehrsführung an der ersten Werrabrücke in Eschwege geändert wurde, kommt es öfter zu diesen Pattsituationen, wo jeder jedem Vorfahrt gewähren müsste. In Stoßzeiten braucht man an der Kreuzung deshalb oft viel Geduld.

Eschwege. Die Verkehrsführung an der ersten Werrabrücke in Eschwege und die damit verbundenen Probleme beschäftigen die politischen Gremien in der Kreisstadt auch in Zukunft.

Die Stadtverordnetenversammlung überwies am Donnerstagabend während ihrer Sitzung in der Stadthalle einen damit verbundenen Antrag der Linken mehrheitlich an den Bau- und Umweltausschuss.

„Den Menschen ist nicht zumutbar, länger mit der Situation zu leben; die Situation ist nicht akzeptabel“, sagte der Antragsteller und Fraktionsvorsitzende der Linken, Bernhard Gassmann. Ganz anders sieht das der Stadtverordnete Jörg Rüppel (CDU): „Die Kreuzung funktioniert, wenn sich die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.“ Auf der Brücke sowie auf der Tangente entlang der Werra zwischen der Schlossmühle und dem Parkplatz am Woolworth-Gebäude ist die Geschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer reduziert. Einen Unterstützer in der Einschätzung fand Rüppel in Lothar Dietrich (Grüne). Der Plan sei, die Autos aus dem Bereich herauszuhalten. „Wir sollten den Gewohnheitsbürgern jetzt nicht den Gefallen tun, das zu ändern“, so Dietrich. „Die Leute sollen sich daran gewöhnen, es ist gut, wie es ist.“

Auch auf der WR-Facebookseite wird über die Verkehrsführung an der Werrabrücke emotional diskutiert:

SPD-Fraktionschef Alexander Feiertag erinnerte an das Stadtentwicklungskonzept, in dem die Kreuzungsgestaltung einer von mehreren Punkten sei. „Das Konzept ist gut, die Umsetzung aber inkonsequent“, sagte er und nannte die vorhandenen Bürgersteige und Poller als Beispiele dafür. DieIdee sei, den Stad über die Brücke hinaus in die Brückenstraße zu erweitern. Feiertag beschrieb das als eine gemeinsame Nutzungszone.

„Natürlich sehen auch wir die Situation“, sagte Bürgermeister Alexander Heppe als Einschätzung von Verwaltung und Magistrat. Es gebe Ideen, die aber noch nicht umgesetzt seien. Heppe nannte in diesem Zusammenhang den Umbau von Brückenstraße und Schlossplatz. Beide Vorhaben gehörten in das Konzept der Verzahnung von Werra und Stadt und würden zur Lösung beitragen. Eine Möglichkeit zu kurzfristiger Abhilfe könne der Rechtsabbiegezwang aus Richtung Brückenstraße sein.

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