Engpässe in fast allen Kommunen

In Eschwege fehlen 30 Plätze in den Kinderkrippen

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Symbolbild

Eschwege. Eschwege hat zu wenige Betreuungsplätze, vor allem für Kinder unter drei Jahre. Im kommenden Kindergartenjahr werden nach Einschätzung von Bürgermeister Alexander Heppe etwa 30 Krippenplätze fehlen, was einem Defizit von mehr als zwei kompletten Gruppen entspricht.

„Ab Sommer 2018 müssen zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen“, sagt Heppe, und weiter: „Es wird gebaut werden müssen, die Möglichkeiten werden erörtert.“ 21 Grundstücke und Gebäude würden gerade auf ihre Eignung als künftiger Standort für eine weitere Einrichtung geprüft. Am Donnerstagabend präsentierten Heppe und Hartmut Adam, Leiter des Fachbereichs Soziales bei der Kreisstadt, im Ausschuss für Familien und Soziales die Kindergartenbedarfsplanung für die Jahre bis 2020. Aus dem Konzept geht hervor, dass rein rechnerisch 65 Plätze für Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren fehlen und 28 für die Mädchen und Jungen im Alter über drei Jahre. „Das ist aber eine rein theoretische Planzahl, tatsächlich ist die Lage etwas entspannter“, so Heppe. Mit der Planung wählt Eschwege einen neuen Weg mit deutlich detaillierterer Bedarfsanalyse. In erster Linie zwei Faktoren begründen den höheren Bedarf: Die demografische Entwicklung verläuft deutlich günstiger und viel mehr Eltern als zunächst prognostiziert schicken ihre Kinder in die Krippe. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass für 35 Prozent der unter drei Jahre alten Kinder ein Platz benötigt wird. Heppe dazu: „Wir haben schon jetzt 50 Prozent Abdeckung, und es reicht nicht.“ Tatsächlich liegt die Quote bei den Ein- bis Zweijährigen bei 62 Prozent und bei den Zwei- bis Dreijährigen bei 80 Prozent. Vor der Sommerpause will Heppe ein Gesamtkonzept vorlegen. Auch in fast allen anderen Kommunen im Altkreis muss nachgebessert werden.

 

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