1. Werra-Rundschau
  2. Eschwege

In Eschwege formiert sich zu Ostern eine neue Friedensbewegung

Erstellt:

Von: Tobias Stück

Kommentare

Eschwege – Die Friedensbewegung formiert sich in Eschwege und kündigt für Ostern Protestaktionen in der Kreisstadt an.

„Wir wollen die Ostermärsche wiederbeleben“, sagt der frühere Eschweger Stadtverordnete und Friedensaktivist Lothar Dietrich.

Die Proteste wenden sich gegen Aufrüstung und weltweit zunehmendes Konfliktpotenzial, insbesondere aber gegen die Beteiligung daran aus dem eigenen Land heraus. „Wir haben das Gefühl“, sagt Dietrich, die können die Bundeswehr gar nicht schnell genug flott machen, damit es endlich losgehen kann.“ Das sei längst keine reine Verteidigungsarmee mehr. Dietrich: „Die Politik ist völlig außer Kontrolle.“

In Eschwege versammeln sich die Ostermarsch-Teilnehmer am Samstag, 20. April, um 10 Uhr auf dem Hospitalplatz vor der Begegnungsstätte Diversity. Durch die Innenstadt, über Marktplatz, Obermarkt und eventuell auch Stad führt die Route der Protestler zum Schulberg. Im Sophiengarten schließt sich nach Angaben Dietrichs eine Kundgebung an.

Die Veranstalter – das ist ein Zusammenschluss von Menschen aus dem kirchlichen Umfeld, aus Gewerkschaften, Parteien und aus dem Bündnis Bunt statt braun – rechnen mit mehreren hundert Teilnehmern. „Wir protestieren gegen die Stationierung von NATO-Truppen an der polnisch-russischen Grenze und im Baltikum und gegen die Rechtfertigung von Aufrüstung mit dem Argument der Präsenz des bösen Russen“, so Dietrich.

Die Friedensbewegung steht nach eigenen Angaben für atomare Abrüstung, für die Kürzung der Rüstungsetats statt ihrer weiteren massiven Aufstockung, für den Stopp von Waffenexporten und für Dialog. » HINTERGRUND, ZUM TAGE

Auch interessant

Kommentare