Gästewohnung für Künstler

Gestaltungsbeirat diskutiert Bauvorhaben an der Mangelgasse und an der Netergasse

Neubau: So soll das Gästehaus aussehen, das der Arbeitskreis Open Flair an der Mangelgasse in Eschwege baut. Nächstes Jahr im Sommer soll das Gebäude bezugsfertig sein. Entwurf: Architekturbüro Ruppert

Eschwege. Im ersten und im zweiten Obergeschoss entstehen insgesamt vier Appartements, in der Dachetage will der Arbeitskreis Open Flair eine Gästewohnung einrichten.

Am Donnerstag diskutierte der Gestaltungsbeirat der Kreisstadt Eschwege die Fassadengestaltung. Der alles in allem vierstöckige Neubau wird die Baulücke an der Mangelgasse gegenüber dem E-Werk schließen.

Das dort im Frühjahr abgerissene Gebäude habe nicht erhalten werden können, so Architekt Johannes Ruppert, weil die Bausubstanz das nicht hergegeben habe. Jetzt gibt es eine überarbeitete Fassadengestaltung, die die Zustimmung des Beirates fand. Über einem Betonsockel wird das Erdgeschoss geklinkert, darüber verputzt. Die Appartements will der Arbeitskreis jungen Mitarbeitern anbieten, die zum Beispiel ein freiwilliges soziales Jahr leisten und bisher in angemieteten Wohnungen untergebracht werden. Die etwas großzügiger geschnittene Wohnung im Dachgeschoss soll in erster Linie Künstlern während deren Gastspiel in Eschwege angeboten werden.

Im Erdgeschoss will der Arbeitskreis ein Lager und ein Büro einrichten. Der Zugang erfolgt über eine Durchfahrt zur rückwärtigen Front. Über Außentreppen erreichen die Bewohner die oberen Etagen. Fensterfronten und Balkone an dieser Südseite geben den Blick über die Werra auf das Stadtzentrum frei. Im August kommenden Jahres – „vor der Open Flair“, so Arbeitskreis-Geschäftsführer Alexander Feiertag – soll der Neubau bezugsfertig sein.

Sieben barrierefreie Wohnungen will das Eschweger Architekturbüro Luther in einem Gebäude unterbringen, das in einer Baulücke an der Netergasse in Eschwege entstehen soll. Ganz und gar nicht einverstanden ist der Gestaltungsbeirat mit den Abmessungen, insbesondere mit der Höhe des Doppelhauses. Es bestehe „Nachbearbeitungsbedarf“. Mit den vier Geschossen werde die Draufhöhe der umliegenden Häuser deutlich übertroffen, das Satteldach wirke wegen seiner Form von unten wie ein Flachdach, die Fassade wirke unruhig und unausgewogen, so die Beurteilung des Gestaltungsrates während der Beratungen am Donnerstag: „Es sind gründliche Korrekturen zur Straßenseite erforderlich.“

Die Erschließung des Grundstücks auf der rückwärtigen Seite sowie der dort vorgesehenen Stellplätze für die Autos der Mieter erfolgt über eine Durchfahrt durch das Gebäude.

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