Umzug beendet

"Eschwege hilft" eröffnet am Mittwoch Annahmestelle im neuen Domizil

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In neuen Räumlichkeiten: „Eschwege hilft“ eröffnet am Mittwochnachmittag sein neues Domizil an der Wendischen Mark.

„Eschwege hilft“ eröffnet am Mittwoch in neuen Räumen an der Wendischen Mark. Im ersten Obergeschoss über dem Tegut-Lädchen hat sich die Hilfsorganisation auf 350 qm eingerichtet.

Die Regale sind gut gefüllt: Kleidung für Kinder, Frauen und Männer, Gebrauchsgegenstände, Kleingeräte. „Eschwege hilft“  hat sich auf rund 350 Quadratmetern eingerichtet – 150 Quadratmeter weniger als am alten Standort. Die fehlen jetzt.

Umzug war eine "schwierige Geschichte"

Der bisherige Sitz in der Neustadt musste geräumt werden. „Das war eine schwierige Geschichte“, sagt Karl Montag, „in einer vierwöchigen Aktion haben wir ausgeräumt, sauber gemacht und sind umgezogen.“ 30 Männer und Frauen, darunter auch zehn Flüchtlinge, engagieren sich bei „Eschwege hilft“. „Wir sind die Rentner-Crew“, sagt Montag über seine deutschen Mitstreiter. Die Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak seien jünger und kümmerten sich um die körperlich schwereren Arbeiten. Montag berichtet von vielen Unterstützern und Helfern beim Umzug und auch im Tagesgeschäft. Ohne die wäre vieles nicht möglich. Eine ganze Reihe Eschweger Unternehmen spenden: Einrichtungsgegenstände, den neuen Empfangstresen, Transportkapazität. Die Stadt übernimmt einen Teil der Miete.

Rentner gehören vermehrt zu den Kunden

Ab einem Euro pro Stück verlangt „Eschwege hilft“ von seinen Kunden. Manchmal darf auch günstiger eingekauft werden „Wir nehmen das nicht so genau“, sagt Aylin Abhau. Die Kunden seien alles Menschen, „die es nötig haben“.

Vermehrt ältere Menschen mit kleiner Rente seien auf den kostengünstigen Einkauf angewiesen. Auch alleinerziehende Mütter kleiden ihre Kinder bei „Eschwege hilft“ ein. An zwei Tagen in der Woche ist nachmittags für jeweils zwei Stunden geöffnet. Um die 30 Kunden kommen an jedem der Tage.

Kindersachen werden gesucht

Kinderwagen werden momentan gesucht. Und mit Blick auf das nächste Schuljahr bittet die Hilfsorganisation schon jetzt um Schulranzen. Küchenutensilien wie Töpfe und Geschirr, Bettwäsche und Elektrokleingeräte seien gerade sehr gefragt. Wer etwas abzugeben hat, kann das in den Räumen an der Wendischen Mark tun. Gut erhaltene Kleidung kann in den Sammelcontainer vor der Tür gegeben werden. Was hier nicht getragen wird, geht nach Rumänien. Drei Tonnen Textilien waren das im vergangenen Jahr. Auch ganze Einbauküchen und Betten fehlen. „Eschwege hilft“ fehlt der Platz für großes Mobiliar. Deswegen werden diese Einrichtungsgegenstände lediglich vermittelt. „Wir nehmen aber keinen Sperrmüll“, so die Helfer.

Öffnungszeiten

Am morgigen Mittwoch ab 15 Uhr werden die neuen Räume eröffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind mittwochs und freitags jeweils zwischen 15 und 17 Uhr.

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