"Eschwege hilft" hat neue Räumlichkeiten in der Innenstadt gefunden

Freuen sich über ihre neuen Räume: Die Akteure der Initiative „Eschwege hilft“ werden bis Ende Februar vom Grünen Weg an die Wendische Mark umziehen. Am Montag inspizierten sie ihr neues Domizil. Foto: Stefanie Salzmann

Die Initiative „Eschwege hilft“ hat ein neues Domizil: an der Wendischen Mark im oberen Stockwerk des Gartenmöbel-Geschäftes Lilje. Damit wurde die wochenlange Suche beendet.

„Es ist ein kleiner Rückschritt, weil die Fläche um einiges kleiner ist als die, die wir bisher haben“, sagte Karl Montag. Aber man werde sich einrichten.

Der Nutzungsvertrag in dem ehemaligen Helco-Supermarkt am Grünen Weg war der Initiative im Oktober dieses Jahres zu Ende Februar 2020 vom Eigentümer Uwe Jantz gekündigt worden.

Dort wird dann die Eschweger Tafel einziehen, die wiederum ihre Räume an der Hindenlangstraße in Eschwege verlassen muss. Am Montag sahen die meisten aus dem ehrenamtlichen Team die neuen Räume an der Wendischen Mark zum ersten Mal und begannen sofort damit, die Einrichtung zu planen. Aylin Abhau und Frank Daumann einigten sich gleich darauf, wo die Regale Platz finden, wo die Kinderecke hinkommt und mit welchen Mitteln diese zu sichern ist. Eine Frau sagte: „Das wird schön hier.“ Doch erst mal kommt viel Arbeit auf die Akteure zu, denn der Umzug muss bis Ende Februar vollzogen sein.

Noch stehen in den Räumen an der Wendischen Mark Gartenmöbel von der Sitzbank bis zum Sonnenschirm, denn bisher nutzt Ralf Lilje die Fläche im ersten Stock als Ausstellungsraum. „Das packen wir dann alles in unsere Lager“, sagt Lilje. Die Leute von „Eschwege hilft“ versprachen Hilfe beim Ausräumen.

Doch auch die Initiative ist weiter auf Unterstützung angewiesen. Die Heizung ist nicht brauchbar, deshalb gibt es die Überlegung, eine Elektroheizung einzubauen. „Das ist mit wenig Geld zu machen“, sagte Montag. Auch Bürgermeister Alexander Heppe sagte die Unterstützung der Stadt zu: „Wir werden Wege finden, das ist Ehrensache, dass wir das Projekt weiter unterstützen“, versprach Heppe. Es sei gut, dass die Initiative schnell neue Räume gefunden habe, weil es eine wichtige Anlaufstelle sei und viele Menschen hier Herzblut reingesteckt hätten.

„Wir haben in den vergangenen Jahren viele Sachspenden bekommen, im Moment könnten wir gut Geldspenden brauchen“, so Karl Montag, um Umzug und Heizung zu finanzieren.

Die Initiative „Eschwege hilft“ hat sich auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 gegründet. Damals wurden Matratzen für die Neuankömmlinge im Durchgangslager in Friedland gesucht.

Schnell wurde klar, dass die über 1000 Flüchtlinge, die nach Eschwege und in die umliegenden Orte gekommen waren, dauerhaft Hilfe benötigen.

Für Bedürftige

Inzwischen nutzen bedürftige Menschen das Angebot der Initiative, die jeweils mittwochs und freitags zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet hat. Es gibt Kleidung, aber auch Möbel.

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