Puppen treffen auf Teddys

Hunderte Besucher aus ganz Europa sind bei den Puppen-Festtagen dabei

Konzentriert: Heinz Backes bei der Arbeit als Puppendoktor. Viele Besucher der Puppenfesttage in Eschwege vertrauten ihm ihre persönlichen Schätze an. Foto: Rimbach

Eschwege. Alte Puppen, Künstlerpuppen, Teddybären, Zubehör und vor allem die immer beliebter werdenden Reborn-Babys bestimmten zwei Tage lang das Geschehen in Eschwege.

Zu den 23. Puppen-Festtagen mit großem Teddytreffen waren am Wochenende zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus Spanien, Österreich und Liechtenstein, angereist.

Von jeweils zehn bis 17 Uhr hatten sie die Möglichkeit, in der Stadthalle, der Jahnturnhalle und der Dünzebacher-Torturm-Halle Puppen und Teddybären aller Art zu bestaunen, Material und Zubehör zu erwerben, ihre Schätze in der Puppen- oder der Bärenklinik reparieren zu lassen oder, mit etwas Glück, einen der zahlreichen Gewinne bei der Tombola mit nach Hause zu nehmen. Die Begeisterung der Gäste, zu denen in diesem Jahr auch der Bärenclub aus Jena gehörte, wurde dabei schnell deutlich. So erzählte eine der Besucherinnen Veranstalterin Leokadia Wolfers, dass sie sich mit einer kleinen Puppe „eine Handvoll Glück“ gekauft habe.

Neben dem im Vergleich zum Vorjahr noch besseren Zuspruch freute sich Leokadia Wolfers besonders über eine Delegation aus Spanien. Dabei hatte man im Vorfeld auch Ausstellern aus Platzgründen absagen müssen. „Wir gehen natürlich bei der Auswahl nach Qualität“, erklärt die Veranstalterin. Deutlich wurde dies beim Anblick der Stände schnell. „Ich habe schon immer Bilder gemalt. Das war das Besondere: Die Hautstrukturen hinzubekommen“, erinnert sich etwa Barbara Nolte aus Garbsen bei Hannover, die vor zwei Jahren auf den Trend aus den USA aufmerksam wurde und derart begeistert von den „Kunstwerken anderer Art“ war, dass sie bereits ein Jahr später erstmals selbst an den Puppen-Festtagen teilnahm.

Bereits im Alter von 15 Jahren fand Jan Flister zu seinem Hobby, dem er sich nun seit 30 Jahren widmet. Mit seinem Stand lockte er interessierte Besucher an. Anstelle von Reborn-Babys oder alten Puppen setzte er Barbies mithilfe von Möbeln, Licht, Farbe und Ideenreichtum in Szene. Fantasievoll wurde es am Stand von Gundi Commisso-Stahlberg, an dem bunte Wesen aus Silikon oder klassischem Material zu finden waren.

Puppenfesttage in Eschwege

Den größten Teil der Puppen-Festtage machten allerdings die Reborn-Babys aus, die viele der Besucher in Kinderwagen transportierten. Im kommenden Jahr soll ein kostenfreier Kinderwagenparkplatz dafür sorgen, dass die Gäste ihre Wagen abstellen können, damit die Durchgänge zwischen den Ständen nicht blockiert werden. Mit einem hohen Zuspruch ist auch dann wieder zu rechnen, sodass viele Besucher ihre Zimmer für die 24. Puppen-Festtage bereits bei der diesjährigen Abreise buchten.

Von Eden Sophie Rimbach 

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