Sozialdemokraten und Grüne sind die Verlierer der Wahl

Eschwege: CDU ist jetzt stärkste Fraktion

Eschwege. Die CDU löst die SPD als stärkste Fraktion in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung ab. Die Christdemokraten stellen im neuen Kreisstadt-Parlament 15 der 37 Abgeordneten. Das sind zwei mehr als bisher.

Die SPD verliert zwei Mandate und kommt auf 13. Die Stimmenanteile: CDU bekommt 36,6 Prozent, die SPD 33,2 Prozent. Drittstärkste Fraktion ist die FWG, die einen Sitz mehr bekommt und dann bei einem Stimmenanteil von 6,4 Prozent drei Stadtverordnete stellt. Größter Verlierer neben den Sozialdemokraten: Bündnis 90/Die Grünen. Stimmenanteil und Sitze halbieren sich auf 4,7 Prozent und zwei Mandate. Die Linke (5,2 Prozent) und die FDP (5,6 Prozent) sind in der neuen Stadtverordnetenversammlung mit jeweils zwei Abgeordneten vertreten. Die mit Abstand meisten Stimmen (7653) hat Bürgermeister Alexander Heppe bekommen, der als Spitzenkandidat der CDU angetreten war, das Mandat allerdings nicht annehmen wird, weil er sonst als Verwaltungschef der Kreisstadt zurücktreten müsste.

 „Wir sind angetreten, stärkste Fraktion zu werden, dieses Ziel haben wir erreicht“, sagte Heppe gestern nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Aufgabe der nächsten Tage werde sein, Mehrheiten zu finden. „Das Ergebnis bringt alle politischen Kräfte dazu, miteinander zu reden“, so Heppe. Der bisherige Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag (SPD) bekam mit 5992 die zweitmeisten Stimmen. Auf Platz drei landet SPD-Spitzenkandidat Alexander Feiertag. „Wir haben die Wahl verloren“, sagt Feiertag. „Wir müssen jetzt sehen, was dabei herauskommt; es gibt eine bürgerliche Mehrheit.“ Die Sozialdemokraten seien selbst nicht mehr in der Position, Mehrheiten zu suchen.

Feiertag: „Der Wähler hat gesprochen, wir werden jetzt eine Nacht darüber schlafen und morgen damit beginnen, die Möglichkeiten zu prüfen.“ Die bürgerliche Mehrheit würde sich aus CDU, FWG und FDP zusammensetzen und unter dem Strich mit insgesamt 19 Mandaten eine Mehrheit von einer Stimme im Verhältnis zu SPD, Grünen und Linken haben. Welche Mehrheiten sich formieren, dürfte sich erstmals während der konstituierenden Sitzung der neuen Eschweger Stadtverordnetenversammlung zeigen. Zur Wahl steht dann unter anderem der Stadtverordnetenvorsteher. Die Sitzung findet am Donnerstag, 21. April statt. Beginn ist um 19 Uhr.

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